Angela Giesin wird neue Ortsvorsteherin von Wolterdingen. Nicht ein alter Hase aus den Reihen der bisherigen Ortschaftsräte beerbt damit Ortsvorsteher Reinhard Müller, der nach 20 Jahren auf eigenen Wunsch von seinem Amt Abstand nimmt, sondern die Neueinsteigerin Angela Giesin, die mit einer Enthaltung als Nachfolgerin gewählt wurde.

Die 54-jährige Diplom-Verwaltungswirtin zeigt sich selbstbewusst und freut sich mit ihrem Team auf die neue Aufgabe, sich für die Belange der Wolterdinger einsetzen zu können. Sie sei eine echte Einheimische und daher sei ihr der Heimatort auch sehr wichtig, sagt sie. Im heutigen Sitzungssaal, in dem sie quasi von Null auf Hundert durchstartet, erblickte sie einstz auch das Licht der Welt. Denn dort habe ihre Familie einmal gewohnt, fügte sie an. Neue Stellvertreter von Giesin, die in den 90er Jahren Vorsitzende des Akkordeonvereins war, sind Franziska Dannecker und Armin Maier. Sie folgen auf Marita Gutenkunst, die nicht mehr zur Wahl antrat, und Achim Durler. Er und Ramona Vogelbacher, die nicht für den Ortschaftsrat kandidierte, werden als Stadträte für die Wolterdinger kämpfen.

Gemeinderat tagt am 17. September

Für Ortsvorsteher Reinhard Müller war die letzte Sitzung unter seiner Regie ebenfalls ein Novum. Er sei ja nur passiv dabei und ohne Stimmrecht. Aber diese Erfahrung müsse man eben auch machen, sagte er. Er übernahm die Verpflichtung der Ortschaftsräte, von denen die Hälfte Neulinge sind. Kommissarisch wird Müller die Amtsgeschäfte die nächsten Wochen noch führen. Der Gemeinderat muss die Vorwahl der Ortsvorsteherin nach den Ferien am 17. September bestätigen. Und wenn sie dann die Ernennungsurkunde von Oberbürgermeister Pauly in Händen hält, ist ihre Wahl perfekt. Selbstverständlich werde er Angela Giesing anfangs zur Seite stehen und auch ein Übergabegespräch mit ihr führen, sagte Reinhard Müller. Und dies ist wohl auch wichtig, denn die Arbeit werde nicht weniger in Wolterdingen. Er wünschte eine glückliche Hand, im Sinne der Mehrheit der Wolterdinger zu wirken kommunalpolitisch zu wirken.