Die Stadtbibliothek entwickelt sich immer stärker zum Dritten Ort. Das ist, wie es Leiterin Christiane Lange es erklärt, eine Alternative zum Arbeits- und Wohnumfeld. Eine zusätzliche Einladung, die Einrichtung am Max-Rieple-Platz nicht nur zum Ausleihen, Lesen, Recherchieren oder Arbeiten zu nutzen, feiert am Freitag, 27. März, Premiere. Um 18 Uhr findet der erste Spieleabend statt.

Weitere sollen jeweils am letzten Freitag im Monat folgen. Aufgebracht hat die Idee eine relativ neue Mitarbeiterin. Stefanie Dengler spielt selbst gerne und kann bei den Spielregeln helfen, wenn sich Gruppen aus Jugendlichen und Erwachsenen um ein bisher unbekanntes Brett- oder Kartenspiel scharen. Die Spiele werden dem Bibliotheksfundus entnommen, bleiben aber generell ausleihbar.

Freitagvormittag gut angenommen

Gut angenommen würden laut Lange die seit einem Jahr angebotenen zusätzlichen Öffnungszeiten am Freitagvormittag. Das spiegelt sich in den Besucherzahlen. 43 712 Bibliotheksbesucher 2019, das Alter lässt sich durch die einfache Art der Zählung nicht ergründen, bedeuten ein Plus von rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusätzliche Öffnungszeiten seien seitens Nutzer zwar meist wünschenwert, mit der aktuellen Personaldecke aber nicht leistbar, so Lange.

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Auch wenn exakte Zahlen noch nicht vorliegen, hat sich 2019 auch der Trend zu digitalen Medien fortgesetzt. Der Online-Verbund Schwalbe mit mehr als 30 000 Medieneinheiten hat den physischen Bestand der Stadtbibliothek inzwischen überflügelt. Von den rund 2300 Besitzern eines Bibliotheksausweises dürften sich im vergangenen Jahr mehr als 500 via Schwalbe bedient haben. Hoch ist die Zahl der Ausleihungen. Im Schnitt waren es pro Person etwa zwei im Monat. Hier gelte: Je größer das Angebot, desto höher auch die Zahl der Ausleihungen.

Zusätzliche Ruhearbeitsplätze geplant

Die Spieleabende, aber auch Lesungen, wie demnächst wieder zum Weltfrauentag, Vorträge und Theater gehören zum Ansatz, die Menschen in die Bibliothek zu holen. „Viele bringen ihre Laptops mit und nutzen hier das kostenlose Wlan, um Informationen zu sammeln“, erzählt Lange. Deshalb möchte sie in diesem oder im nächsten Jahr zusätzliche Ruhearbeitsplätze schaffen. Das geschieht auf Kosten der einen oder anderen Regalreihe, die entfernt wird.

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Bei den Neuanschaffungen setzt die Bibliothek auf eine Viertelregelung. Romane, Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher und Digitales werden in etwa in gleichen Etatchargen angeschafft. Für Datenbanken etwa gibt es ein zusätzliches Budget. „Wir nehmen auch gerne Anregungen von Nutzern an“, meint Lange zur Anschaffungspraxis. Eine sehnsüchtig erwartete Neuerscheinung kann relativ schnell im Regal stehen. Mindestens einmal in der Woche gehen Bestellungen raus.

Vier Frauen schmeißen den Laden

Die Stadtbibliothek Donaueschingen wird auf rechnerisch 2,4 Personalstellen von vier Mitarbeiterinnen geführt. Neben Christiane Lange sind das Marjana Jürck, Christine Seiffert und Stefanie Dengler.

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