Die Erich-Kästner-Schule betreibt in Allmendshofen eine Außenstelle. Die kleine charmante Grundschule beherbergt 51 Kinder in kleinen Klassen. Die Abc-Schützen kommen aus Allmendshofen, vom Schalmen, der Bühlstraße und vom Schützenberg.

Natürlich kann diese kleine Schule nicht so gut ausgestattet sein wie eine große und moderne Bildungseinrichtung. Dennoch kommen die Kinder gerne hierher, weil die Schule Raum für individuelles Lernen lässt. Und zwar sowohl im Gebäude als auch im Freien. Damit die Jungs und Mädchen ihrem Drang zum Entdecken, Ausprobieren und Erforschen nachkommen können, möchte der Förderverein der Schule den Kindern einen Forschungsbereich einrichten, der selbstverständlich auch von den Schülern der Stammschule genutzt werden kann. Das Projekt umfasst einen Forscherbereich im Schulhaus mit Experimentierkisten und Regalen sowie ein Hochbeet im Außenbereich.

Die Pädagogen wissen, dass die Kinder durch Forschen, eigenständiges Ausprobieren und Beobachten besser lernen und vor allem verstehen, was sie lernen. Das sind Eigenschaften und Erfahrungen, die ihnen in ihrem Leben immer wieder zugute kommen. Durch Beobachten und Ausprobieren wird die Neugierde gefördert und befriedigt. Der gewünschte Forschungsbereich dient dem Fachunterricht MNK (Mensch, Natur, Kultur), hier wird ausschließlich in kleinen Gruppen gearbeitet. Somit werden auch die Sozialkontakte der Schüler gefördert, zum Beispiel wenn man gemeinsam an Experimenten arbeitet und forscht. Darüberhinaus wird die Konzentration und auch die Geduld der Grundschüler auf praktische und spannende Art geschult. Aus Erfahrungen weiß man, dass durch diesen praktischen Unterricht die Schüler nachhaltiger lernen als durch das Ansehen von Bildern oder das Lesen von Texten.

Zunächst wurde der Bedarf des gewünschten Forschungsbereichs ermittelt. Für den Innenbereich steht ein Experimentierkastensystem auf der Wunschliste, der dem naturwissenschaftlichen Grundschulunterricht dient. Dieser ist mit Material und Anleitungen für die unterschiedlichen Themenbereiche ausgestattet. Es können bis zu 100 grundschulrelevante Experimente damit vorgenommen werden. Das System kann noch aufgestockt werden. Des Weiteren sollen drei Mikroskope, sechs Experimentiersets für den Stromkreis sowie zehn Grundschulatlanten angeschafft werden, die in einer Forscher-Regalwand Platz finden.

Für den Außenbereich möchte man ein Hochbeet installieren, in dem die Kinder Kartoffeln, Getreide, Kräuter, Gemüse und Blumen anpflanzen können. Von der Aussaat bis zur Ernte sollen die Pflanzen gepflegt und versorgt werden. Um richtig gärtnern zu können, werden dazu zehn kleine Rechen und zehn kleine Schaufeln sowie Erde für das Hochbeet benötigt. Die Verantwortlichen des Förderkreises und die Lehrer sind sich sicher, dass solch eine Forschungsbereich den Schülern eine Menge an wichtigen Erfahrungen bringen wird. Die Kosten des Projekts: 2150 Euro.

Förderverein

Der Förderverein der Erich Kästner Schule wurde im Jahr 2003 gegründet und verfügt derzeit über 114 Mitglieder. Zweck des Vereins ist die Förderung der Ausbildungsmöglichkeiten der Schüler an der Kernschule und den Außenstellen, die Unterstützung der Bildungsarbeit, die Eingliederung von Kindern anderer Kulturkreise sowie die Förderung aller schulischen Belange. Ansprechpartnerin und die Projektbereuung erfolgt durch die Beisitzerin Martina Wynands. (gal)