Albert Lauber, Donaueschingens bekannter Bürger mit eigener Sternwarte, lebt nicht mehr. Der Hobby-Astronom ist am vergangenen Montag im Alter von 86 Jahren gestorben.

Lauber, der am 20. Januar 1932 im Donaueschinger „alten Krankenhaus“ das Licht der Welt erblickt, bezeichnet sich selbst zeitlebens als waschechten „Eschinger“, auch wenn seine Vorfahren überwiegend aus dem „Suuländle“ (Ostbaar) stammen. Der Großneffe von Kardinal Bea wird als zweites Kind des Ehepaares Albert und Anna geboren, die seit 1925 ein Textil-Geschäft in der Villinger Straße führen. Deshalb ist die berufliche Zukunft von Albert jr. nach dem Besuch des Gymnasiums und der höheren Handelsschule bereits vorherbestimmt. Nach dem Tod der Eltern 1965 übernimmt er den kleinen Familienbetrieb.

Bereits zwei Jahre zuvor, im Jahre 1963, haben er und seine Frau Sabine, eine gelernte Landwirtschaftslehrerin aus Allmendshofen, den Bund der Ehe geschlossen. Sohn Andreas und Tochter Maria machten das Familienglück komplett.

Bis ins hohe Alter wandert Lauber regelmäßig jede Woche und besucht auf diesem Wege mit seiner Frau innerhalb einiger Jahre über 80 Brauereien auf „Schusters Rappen“, wovon auch die Bierdeckel an den Wänden im Flur zeugen. An die 400 Kilometer kommen so noch im Alter von 79 Jahren zusammen.

Musik ist sein ständiger Begleiter. Der leidenschaftliche Organist spielt ganze 55 Jahre lang, von 1950 bis 2005, die Kirchenorgel in St. Marien. Drei Orgeln baut er selbst. Jahrelang betreut er zudem die Turmuhr des Donaueschinger Rathauses.

Keine andere Aussicht hat es ihm jedoch so angetan, wie der Blick durch seine „Röhre“ in seiner selbst errichteten Sternwarte über den Dächern der Stadt. „Gerade bei zunehmendem Mond und klarem Himmel sind die Bedingungen ganz toll“ erklärt er auch den Schulklassen, die ihn vielfach in seinem Reich besuchen.

Albert Lauber wird am Dienstag, 11. September, um 14 Uhr auf dem Donaueschinger Stadtfriedhof beigesetzt.