Ein anstrengendes Jahr, auch in psychischer Hinsicht, hat die Wolterdinger Feuerwehr hinter sich gebracht. Doch nach einem quasi Wahlmarathon, den es jedoch nicht wegen Unstimmigkeiten gab, sondern weil jedes Vorstandsamt geheim gewählt werden musste, und es mit dem Förderverein der Wehr, gleich zwei Hauptversammlungen in einem Anlass abzuarbeiten galt, stand fest: Unter den Florianjüngern des größten Donaueschinger Stadtteils herrscht trotz aller Belastung Einigkeit.

Abteilungskommandant Markus Kromer wird auch weiterhin für die kommenden fünf Jahre an der Spitze der Feuerwehr stehen. Und der alte und neue Kommandant dieser teilte auch gleich ein ganz dickes Lob an seine 47 Männer aus. 30 Einsätze galt es zu bewältigen. Angefangen hatte das Jahr mit Hochwassergefahr und Einstau des Rückhaltebeckens im Januar. Geendet hat es ebenfalls mit derselben Gefahr, die sich an Heiligabend jedoch wieder entspannte. Dazwischen war dann unter anderem noch der Feldscheunenbrand, ein Grüngutcontainerbrand auf dem Wertstoffhof, sowie ein Saunabrand und ein Verkehrsunfall, bei denen es leider zwei tote Menschen zu bergen galt.

Stellvertreter an der Abteilungsspitze bleibt Mark Werner. Bestätigt wurden auch Schriftführer Marcus Groß und Kassierer Simon Breuer. Als Beisitzer fungieren Sebastian Doser, Alexander Neininger, Fabian Schropp und Christoph Merk.

1210 Einsatzstunden waren zu verbuchen. "Wir sind gut aufgestellt, ausgebildet und haben gutes Gerät. Auch das Zusammenspiel zwischen Alt und Jung stimmt", erklärt der Abteilungskommandant. Seine Mannschaft weist eine Altersspanne von 18 bis 63 Jahre auf. Kromer wünscht sich eventuell etwas weniger Einsätze in diesem Jahr.

Auch Gesamtkommandant Edgar Schiesel lobte das Leben in der Wehr, die Grüningen unterstützt, und von denen auch welche in der Kernstadt aushelfen. Gerd Wimmer überreichte noch einen Kohlenmonoxid-Warner und einen Rettungsrucksack, da es mitunter vorkommt, dass die Männer vor den Rettungssanitätern vor Ort eintreffen. Auch der stellvertretende Ortsvorsteher Achim Durler dankte für den Einsatz.

Im Rahmen des Jahrestreffs wurde Edwin Hirt aus der Altersmannschaft für 60-jährige aktive Zugehörigkeit ausgezeichnet. Franz Schrenk ist 50 Jahre dabei. Für 45-jährige Aktivität , davon 40 Jahre auch in einem Vorstandsamt, wurde Lothar Schrop geehrt. Nach dem neuen Ehrungsgesetz wurden Mark Werner, Thomas Vogt, Armin Lohrer, Klaus Schiefelbein, Christian Günther, Martin Doser, Sebastian Merk, Claudius Ganter, Jürgen Schmid, Matthias Stobbe, Alexander Neininger, Thomas und Michael Kaltenbrunner sowie Christoph Baier geehrt. Sie sind zwischen 15 und 24 Jahren aktiv.

Zum Hauptfeuerwehrmann wurden Martin Doser, Sebastian Merk und Klaus Schiefelbein befördert. Zum Oberlöschmeister Thomas Kaltenbrunner und zum Löschmeister Christoph Baier. Kai Wasche, Simon Jäckle und Rene Kraft wurden neu aufgenommen.

Zehn Monatsproben, etliche Sonderproben, sowie eine Frühjahrs-und Herbstprobe, eine Schrottsammlung und vier Altpapiersammlungen wurden durchgeführt. Der Probenbesuch lag bei 63 Prozent. Die 26 Atemschutzgeräteträger leisteten 64 Übungsstunden. Im Einsatz waren sie 13 Stunden, bilanzierte Oberlöschmeister Thomas Kaltenbrunner.