"Pack die Badehose ein" – dem Schlager aus dem Jahr 1951 von Conny Froboess nahmen sich in diesem Jahr sage und schreibe mehr als 53 000 Besucher des Parkschwimmbades zu Herzen. Im Zeitraum zwischen dem 19. Mai und dem heutigen Sonntag, 9. September, konnten sich Schwimmer und Nichtschwimmer zu Sport, Plantschen oder Abkühlung in die zwei Schwimmbecken stürzen. Den Nachwuchs zog es in das Kinderplanschbecken, allerdings nicht ohne mindere Freuden.

Pilgerten im Jahr 2017 noch 47 600 Besucher ins Parkschwimmbad, freut man sich beim Amt für Kultur und Tourismus über die Steigerung der Besucherzahlen. "Das hatten wir natürlich auch dem super Sommer zu verdanken", sagt Stefanie Feger, Sachgebietsleiterin für Vereinsförderung und Sport.

Klaus Götte (links) und Pérré Rémykonnten sich in dieser Saison nicht über zu wenig Arbeit beschweren.
Klaus Götte (links) und Pérré Rémykonnten sich in dieser Saison nicht über zu wenig Arbeit beschweren.

Rekord-Besuchstag war in diesem Sommer der 26. Juli, an diesem Tag Schulferienbeginn mit bestem Wetter. An diesem Tag kamen 2016 Besucher ins Parkschwimmbad. Wurden im Herbst 2017 und Frühjahr 2018 430 000 Euro zur Instandsetzung in die Hand genommen, so sei das einer investitionsintensiven Anlage wie einem Freibad leider nur ein erster Schritt, so Feger.

Die große Sanierung mit Investitionen in den Erlebnisbadfaktor wurde für die abgelaufene Badesaison nicht gewährt. "Wir haben nun die Gelder neuerlich beantragt, in zwei Wochen werden Details bekannt gegeben. Wir hoffen 2019 in die Planungen in Richtung Erlebnisbad gehen zu können", so Feger.

Trotz eines neuerlichen Durchstartens des Super Sommers 2018 am vergangenen Wochenende, war das Parkschwimmbad zum Saisonende schwach besucht.
Trotz eines neuerlichen Durchstartens des Super Sommers 2018 am vergangenen Wochenende, war das Parkschwimmbad zum Saisonende schwach besucht.

Geplant sind unter anderem eine zweite Rutschbahn sowie eine Auskleidung des Beckens mit Edelstahl. Ursprünglich stand die Sanierung des Parkschwimmbades mit 2,7 Millionen Euro 2018 und 1,6 Millionen Euro 2019, zuzüglich der Planungskosten in Höhe von 400 000 Euro, ebenfalls in 2018, im Haushalt.

Auf den ersten Blick scheint das idyllisch im Schlosspark gelegene Parkschwimmbad als ein richtiges Kleinod, aber die in die Jahre gekommene Technik gehört dringendst modernisiert. Dabei ist jedoch nicht zu vergessen, dass das Betreiben eines Schwimmbads eine freiwillige Leistung der Stadt und ein Freibad ein Zuschussbetreib ist. So deckten im Schnitt der vergangenen Jahre die Einnahmen gerade mal ein Viertel der Ausgaben.