Bei der Dienstversammlung der Feuerwehr hatte Kreisbrandmeister Florian Vetter für die Abteilung Donaueschingen jede Menge Lob für deren Einsatzbereitschaft und Engagement parat. Die Bereitschaft, leistungsorientiert und effektiv zu wirken, sei bei jedem der 63 Einsatzkräfte erkennbar. Eine leistungsstarke Nachwuchsarbeit mit 16 Mitgliedern sichere die Zukunft und eine 13 Mann starke Altersmannschaft halte den Einsatzkräften, beispielsweise durch die Übernahme notwendiger Absperrungen, den Rücken frei.

Abteilungskommandant Martin Kiefer berichtete über ein arbeitsreiches Einsatzjahr, dessen Jahresbilanz 143 Einsätze mit 2467 Einsatzstunden betrug. Die meisten Einsatzstunden hatten Andreas Völcker (132), Steven Bressel (107) und Paulo Gomes (102) abgeleistet. Es gab zwar 21 Einsätze weniger als im vergangenen Jahr, dennoch war die Wehr einmal mehr in der kompletten Bandbreite ihrer Leistungsfähigkeit gefordert.

32 Kleinbrände, zwei Mittelbrände und sieben Benachrichtigungen wegen Öl auf der Straße forderten die Einsatzkräfte. Hinzu kamen 37 Fälle, in denen die Wehr technische Hilfe leistete und neun Wassereinsätze. In zehn Situationen war ihr Know-How bei der Überlandhilfe gefragt.

Ärgerlich aber wohl unvermeidbar bleiben die Fehlalarme, die 37 Mal den schnellen Einsatz erforderten. Kiefer appellierte an die Vernunft der Bürger. Fehlalarme bewusst herbeizuführen, gefährde Menschenleben an Orten, welche die Hilfe der Einsatzkräfte dringend benötigen. Im vergangenen Jahr rettete die Stadtabteilung 20 Personen. Zudem barg sie zwei Personen, bei denen nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Ein derartiges Einsatzspektrum fordert neben der kompletten Einsatzbereitschaft der Aktiven auch den kontinuierlichen Willen sich weiterzubilden.

Zum einen spiegelte sich dies in der Teilnahme an 38 Proben wider, während denen die Einsatzkräfte die Möglichkeit hatten, ihr praktische und technisches Können zu verfeinern.

24 Mal nahmen die beiden Spitzenreiter Philippe de Surmont und Andreas Völcker teil. Hier ging Platz drei an Tim Jester, der während 22 Proben teilnahm.

Kommandant Kiefer dankte den Teilnehmern an den Lehrgängen, die ihre Freizeit zum Wohle der Bevölkerung investierten. Zu ihnen zählten Markus Hielscher und Albert Kampf welche die Beförderung zum Löschmeister erhielten. Neue Oberlöschmeister sind Oliver Daniels und Thomas Williard. Neuer Hauptlöschmeister ist Michael Wieder. Der Fortbestand der Feuerwehr lebt von der Aufnahme neuer Mitglieder, zu denen Philipp Käfer sowie aus der Jugendfeuerwehr die Übernahme von Laura und Theresa Schleicher zählen.

Verbandsehrungen für 15 Jahre Treue gab es für Markus Hielscher, Albert Kampf, Andreas Kampf, Holger Kreuzberg, Jörg Petersen, Tillmann Rothweiler, Stefan Ruf, Thomas Schäfer, Thorsten Schnurr, Martin Schulz, Thomas Williard und Christian Wollenberg. Seit 25 Jahren ist Philippe de Surmont im Team. Georg Gargioni gehört der Wehr seit 40 Jahren an. Auf 60 Jahre Zugehörigkeit bringt es Emil Roth.

"Im Gemeinderat sind wir uns einig, die Feuerwehren der Stadt bestmöglich in ihrem Bedarf zu unterstützen," erläuterte Bürgermeisterstellvertreter Johannes Fischer.

In seinem Ausblick auf 2019 erwähnte Kiefer die Ausstattung mit Digitalfunk und die Organisation eines Familiennachmittags als weitere Ziele. Jugendleiter Denis Reich berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, deren Ziel es die jungen Mitglieder mit einer Mischung aus Aktion, Spielen, theoretischen und praktischen Grundkenntnissen auf ihre Zeit als Aktive vorzubereiten.

Fahrzeug-Einweihung

Die Feuerwehr Donaueschingen lädt am Freitag, 15. Februar, 16.30 Uhr ins Feuerwehrgerätehaus ein. Anlass ist die Einweihung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges 20 (HLF). Geplant ist ein kleiner Festakt, zu welchem auf Wunsch der Feuerwehr auch Bürgermeister Bernhard Kaiser und sein Nachfolger Severin Graf eingeladen sind.

Das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehrabteilung Donaueschingen.
Das neue Hochleistungslöschfahrzug HLF 20 der Stadtwehr ist seit 20. Dezember in Betrieb. | Bild: Andreas Kampf/ Feuerwehr Donaueschingen

Das neue HLF 20 ist mit einer Pumpe ausgestattet, die 2000 Liter Löschwasser pro Minute fördert. Es ist seit Ende November 2018 in Besitz der Feuerwehr und ersetzt ein Löschfahrzeug, welches nach 32 Jahren außer Betrieb ging. (bom)