Die Schnuferzunft hat es sich mit ihrer Entscheidung nicht leicht gemacht, immerhin bedeutet die Ausrichtung eines Narrentreffens auch eine Menge Einsatz, Schweiß und Tränen. Dennoch lautete am Freitagabend das Resultat einer intensiv geführten Diskussion bei der Generalversammlung schließlich: "Ende gut, alles gut." Der finale Beschluss war es schließlich, den ersten Ort an der jungen Donau zwischen dem 31. Januar und 2. Februar 2020 zur Narrenhochburg auszurufen und ein Treffen der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) zu veranstalten.

Keinen Veranstalter gefunden

Die Vorstandschaft der Schnuferzunft mit seinem Narrenrat hatte das Ereignis eingefädelt, das sich aus einer Not der Schwarzwälder Narrenvereinigung heraus aufdrängte. Deren Präsidentin Anne-Rosel Schwarz hatte während des Herbstkonventes bedauert, für 2020 noch keinen Veranstalter eines Narrentreffens gefunden zu haben. Im Grunde genommen feiern die Schnufer ihren 50. Geburtstag erst im Jahr 2023. Chroniken besagen indes, dass die Geburtsstunde der Burghexen bereits drei Jahre zuvor stattfand.

Alleingang der Räte?

Die Schnuferzunft zeigte sich daher äußerst flexibel und beschloss im Eiltempo, die Bewerbungsunterlagen auszufüllen und sich als Ausrichter für das Narrentreffen 2020 anzubieten. In einer ersten Reaktion missbilligten die Burghexen den Alleingang der Zunfträte, sie sahen sich in die Defensive gedrängt. Jedoch gelang es Zunftmeister Jörg Moosmann und Zunftschreiber Ulrich Kapust, die Situation in geordnete Bahnen zu lenken, sodass einer Bewerbung für das Narrentreffen nichts mehr im Wege steht.

Wertvolle Erfahrungen

"Die Durchführung des Narrentreffens wird auf den im Jahr 2006 gemachten Erfahrungen basieren. Damals fand das letzte Narrentreffen der Schnuferzunft statt", so Zunftschreiber Kapust. Insbesondere freut er sich, dass alle örtlichen Vereine ihre Bereitschaft erklärt haben, sich im Falle eins Narrentreffens wieder zu engagieren und tatkräftig mit anzupacken.

Die Narren haben sich bereits jetzt schon Gedanken gemacht, wie das Treffen aussehen könnte. Kapust skizzierte erste Fragmente der großen Veranstaltung: Es soll etwa wieder ein Narrendorf geben, dieses Mal allerdings noch dichter strukturiert. Den Auftakt am Freitagabend gestalten die Burghexen. Am Samstag soll neben einem Kinderumzug auch ein Zunftabend stattfinden. Der große Umzug startet traditionell am Sonntag.

Auf dem richtigen Weg

Zu Beginn der Versammlung ging Zunftmeister Jörg Moosmann auf den erfolgreichen Ablauf der vergangenen Fasnetsaison ein. Er präsentierte den neuen Internetauftritt der Zunft, welcher von Kapust sukzessive mit Inhalten gefüllt wird. Moosmann sah die Entwicklung des Zunftballs auf einem richtigen Weg. Er ermunterte die einzelnen Gruppen auch, mit einem eigenen Fasnetwagen am jährlich stattfindenden Umzug teilzunehmen und plädierte dafür, den übrigen Ablauf der närrischen Tage in gewohnter Form beizubehalten.

Neue Zunfträte der Schnuferzunft sind Markus Rothweiler und Stefan Scherzinger. "Der Zunftrat ist nun wieder nahezu komplett", freute sich Moosmann, dass der Narrenverein auch in voller Vorstandsstärke die Vorbereitungen auf das Jubiläum angehen können wird.

Viele Ehrungen

Ehrungen in Gold gingen an Thomas Bührig, Carsten Heinemann, Michael Kornhaas (alle Hexen), Gisela Bührig, Corina Ewadinger, Nadine Huber, Ferdinand Wolf, Lias Wolf und Gerda Wolf. Silber erhielten Ulrich Kapust (Zunftrat) und Klaus Sohm (Hexen). Bronze ging an Clemens Bollin, Stefan Fricker, Michael Hug, Felix Klotz, Tobias Schaller, Gabriel Wolf (alle Hexen).