Endlich wieder gemeinsam Musik machen! Darauf freut sich die Feuerwehrkapelle Pfohren nach monatelanger Zwangspause wegen Corona. Nach mehr als 20 Jahren Showkonzert in der Festhalle, dem neu geschaffenen „Showkonzert on the road“ starten die Pfohrener Musiker ihren Sommer mit dem Openair „Showkonzert and friends XXL“. Zusammen mit befreundeten Bands feiern sie kommendes Wochenende 550 Jahre Entenburg.

Keine Sicherheit

Als die Planungen für das Festival begannen, konnte man sich nicht sicher sein, dass auch alles dafür passen würde: die richtige Inzidenz, um überhaupt Leute auf das Gelände der Entenburg kommen zu lassen – ob es sie geben würde, das konnte keiner vorhersagen. Jetzt steht die Bühne und der Veranstaltung am Wochenende steht nichts mehr im Wege: „Wir hatten wegen des Wetters und der nassen Wiese ein wenig Verzug beim Aufbau“, sagt Organisator Kai Sauser.

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Inzidenz kein Problem

Und auch was die Inzidenz betrifft, sei alles im grünen Bereich: „Die ist momentan unkritisch und wir haben einen ausreichend großen Puffer“, erklärt Sauser. Selbst wenn sie noch steige, könne das Festival laufen. „Im Vorfeld haben wir gesagt, dass wir es durchziehen, wenn 500 Besucher pro Tag möglich sind. Das funktioniert.“ Festgelegt hat man sich jetzt auf maximal 1000 Besucher am Tag.

Kai Sauser und Robert Hasenfratz auf der großen Wiese vor der Entenburg in Pfohren. Hier wird das Festival steigen.
Kai Sauser und Robert Hasenfratz auf der großen Wiese vor der Entenburg in Pfohren. Hier wird das Festival steigen. | Bild: Simon, Guy

Ausreichend Fläche

Durch die große Fläche des Geländes und auch wegen den drei G wird es keine Kapazitätsprobleme geben. „Es wird deshalb auch eine Abendkasse am Freitag für 28 Euro und am Samstag für 20 Euro eingerichtet. Ein kostenloser Schnelltest kann auch vor Ort beim DRK gemacht werden. Freitag ab 18 Uhr und Samstag ab 16 Uhr. Direkt am Festival-Eingang“, erklärt Sauser. „Aber wir hoffen und empfehlen wegen möglicher Wartezeiten, dass viele sich in Eigenregie über Arbeitsstätte oder die offiziellen Teststellen in Donaueschingen und Umgebung vorab testen lassen.“

Eine Herausforderung

Auch für die Mitwirkenden Musiker sind die Auftritte eine Herausforderung. Letztlich hatten alle nur vier Wochen Zeit, sich darauf musikalisch vorzubereiten. Der Spaß am Musizieren stehe auf jeden Fall im Vordergrund und das Programm zeige die Möglichkeiten von Blasorchestern: Rock, Pop, Polka, Marsch – und das alles mit und ohne Gesang. Wie an jedem Showkonzert wechseln sich große Orchester und Kleingruppen ab.

Jung-Musiker

Mit dabei: die Jugendkapelle Pfohren-Neudingen. Die jungen Musiker haben den „Alten“ eines voraus, denn sie hatten trotz Pandemie weiterhin Unterricht an ihren Instrumenten und somit wahrscheinlich weniger Ansatzprobleme. Für viele wird es der erste Auftritt in einem Orchester sein. Ein Showkonzert ohne Gesang geht nicht. Auch in diesem Jahr haben sich wieder fünf Musiker zu einer Acapella-Combo gefunden.

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Musiker der Region

Brassmann, entstanden aus blechblasbegeisterten Pfohrener Musikern, war 2016 beim SWR4-Blechduell in der Vorentscheidung in Geisingen dabei. Sie spielen fast alles von Balkan-Pop über Brass zu Hip Hop und kämpfen an diesem Abend erfolgreich gegen den Corona-Blues.

Heiko Rust und Reyner Linden von der Deep Purple-Coverband Fireball sind am Samstag mit dabei.
Heiko Rust und Reyner Linden von der Deep Purple-Coverband Fireball sind am Samstag mit dabei. | Bild: Lutz Rademacher

Hard-Rock und Blasmusik

Können die miteinander verschmelzen? Zusammen mit der Deep-Purple-Tribute-Band Fireball hat die Feuerwehrkapelle es 2019 bei „FWK rockt“ schon einmal geschafft. Auch in diesem Jahr ist dies einer der Höhepunkte beim Festival der Entenburg. Mit dabei sind auch die Baaremer Luusbuäbä als Freunde der Feuerwehrkapelle. 2010 formierten sich in Gutmadingen die Musiker der Baar. 2016 gewannen sie den Vorentscheid des Swr4-Blechduells, nahmen bereits zwei eigene CDs auf und bestreiten Auftritte in ganz Süddeutschland.

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Eine Rückkehr

Früher haben fünf Jungs viele Jahre lang unter dem Namen Mofarocker die Clubs und Bühnen der Region unsicher gemacht. Mit ihrem Programm haben sie sich über die Jahre zu einer der kultigsten Bands im Schwarzwald-Baar-Kreis und darüber hinaus entwickelt. 2015 war Schluss, die Band löste sich auf, blieb aber in freundschaftlicher Verbindung. Aufgrund der persönlich engen Verbindung der Musiker zu den Eigentümern der Entenburg, Kai und Kerstin Sauser, ließ sich die Band begeistern, anlässlich des Entenburg-Jubiläums nochmals gemeinsam auf die Bühne zu gehen und das alte Repertoire aufleben zu lassen. „Die erste Probe war sehr vielversprechend – scheinbar haben wir nicht alles verlernt“, sagt Musiker Sebastian Schnitzer von den Vorbereitungen für das Band-Revival anlässlich des Entenburg-Jubiläums.

Tickets für den Samstagabend sind im Vorverkauf zum Preis von 17 Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter www.entenburg-festival.de/tickets erhältlich.