Ein ganz besonderes Projekt stellte der Landschaftsarchitekt Martin Kuberczyk jetzt dem Dauchinger Gemeinderat vor. Man wolle sich, so votierten die Gemeinderäte anschließend einstimmig, am landesweiten Wettbewerb zur Förderung von Naturerfahrungsräumen beteiligen.

Das Geld für die Bewerbung in Höhe von etwa 1500 Euro wurden ebenfalls genehmigt. Den Siegern des Wettbewerbs winken zweckgebundene Fördergelder in Höhe von 10 000 Euro sowie eine nicht unerhebliche Punktegutschrift auf dem gemeindeeigenen Ökokonto. Ein mögliches Projekt solle das Gebiet um das Biotop Tiefenziel sein. Die Nutzung des so geschaffenen Naherholungsgebietes muss für einen Zeitraum von wenigstens zehn Jahren gewährleistet sein. Man verspreche sich von diesem Projekt nicht nur naturnahe Erlebnisse für Kinder und Jugendliche, argumentierte Bürgermeister Torben Dorn. Es diene auch dem Ausgleich von anderweitigen Baumaßnahmen.

Mathias Schleicher befürwortete das Vorhaben und meinte, es sei traurig genug, dass man Kinder überhaupt erst dazu motivieren müsse, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Meinrad Gönner brachte den Einwand, dass hier aber keine wertvolle Ackerfläche verloren gehen dürfe. Diesen Einwand verwarf der Bürgermeister mit dem Hinweis darauf, dass es sich am Tiefenziel um gemeindeeigenen Grund handele. Außerdem sei dies ein wichtiger Beitrag der Gemeinde zur Erhaltung der Artenvielfalt.

In Tiefenziel soll das bestehende Biotop reaktiviert werden, eine Streuobstwiese mit Wildblumen soll entstehen und ein Bachlauf quer durch eine Feuchtwiese ist ebenfalls geplant. Hinzu kommt noch eine Magerwiese. Auch die Zusammenarbeit mit einem örtlichen Imker sei gesichert, hieß es. Auf einem Entdeckungspfad können dann Besucher die unterschiedlichen Naturräume hautnah erleben und sich durch Infotafeln über diese Naturräume informieren. Außerdem ist eine Nutzung als naturnahes Klassenzimmer angedacht. Bei der Verwirklichung des Projektes kommen auf die Gemeinde Gesamtkosten von 40 000 Euro zu.