Wer hätte das gedacht: Entgegen allen Prognosen stagniert in Dauchingen die Nachfrage nach Kita-Plätzen insbesondere in der Altersstufe der unter Dreijährigen nicht – im Gegenteil, der Bedarf steigt. Dieser Umstand macht jetzt eine außerordentliche Ausgabe von fast 100 000 Euro notwendig.

Mit diesem Geld – der Dauchinger Gemeinderat stimmte nach teils kontroverser Diskussion der Ausgabe zu – soll im Altbau am Familienzentrum ein 74 Quadratmeter großer Raum unterteilt und ausgebaut werden. Notwendig werden die Schaffung eines Schlafraums sowie eines kleinkindgerechten Sanitärraums und zweier Toiletten. Nach einem ersten Entwurf von Architekt Steffen Halder werden hierfür etwa 96 000 Euro benötigt. In dieser Summe enthalten sind bereits die notwendige Einrichtung und die Außenspielgeräte, die allein mit knapp 23 000 Euro zu Buche schlagen.

Bürgermeister Torben Dorn erinnerte daran, dass man in den vergangenen Jahren Absagen erteilen musste. Bei einer 50-prozentigen Inanspruchnahme der Plätze liege man weit über den prognostizierten 30 Prozent – bei steigender Tendenz. Dem Einwand von Gemeinderat Haffa, dass doch im Familienzentrum noch viel Platz sein müsse, begegnete der Bürgermeister mit dem Argument, dass dieses entgegen früherer Kritik nicht zu groß geraten sei. Außerdem heiße es nicht umsonst Familienzentrum und solle daher auch seiner Bestimmung entsprechen.

Unterstützung für die Erweiterung kam von nahezu allen Gemeinderäten, die am Ende der Diskussion auch ein einstimmiges Votum abgaben. Gemeinderat Gönner nannte die Schaffung der dritten Kleinkindgruppe vorausschauend geplant und der Ratskollege Laufer erinnerte an die weiteren in der Planung befindlichen Baugebiete, durch die ein weiterer Bedarf entstehen werde.

Bei einer aktuellen Zahl von 68 Kleinkindern und einer 50-prozentigen Inanspruchnahme liege man sicher richtig, wenn man 30 Krippenplätze zur Verfügung stelle, meinte Bürgermeister Dorn. Bis zum 27. August soll der neue Gruppenraum fertig gestellt und einsatzbereit sein. Bis zu diesem Zeitpunkt soll eine Betreuung im Neubaubereich erfolgen.

Der Kindergarten

Im Kindergarten St. Franziskus werden zur Zeit 159 Plätze angeboten. Davon sind 20 Plätze für Krippenkinder vorgesehen. Eine weitere Gruppe soll für zehn Kleinkinder geschaffen werden. 50 Kinder sind in den Regelgruppen untergebracht, in der Ganstagsgruppe werden 20 Kinder betreut und eine Mischgruppe dient 25 Kindern als Aufenthalt. Weitere 44 Kinder werden in zwei Mischgruppen betreut.