Der Kirchenchor Dauchingen erhielt am Sonntag bei einem feierlichen Gottesdienst die Palestrina-Medaille. Dompfarrer und Stadtdekan i.R. Wolfgang Gaber überreichte sie in seiner Eigenschaft als Präses des Diözesan-Cäcilienverbandes zusammen mit einer Urkunde an Dirigent Michael Ehret und Vorsitzende Elfriede Hoffmann.

Die erste schriftliche Erwähnung des Chores stammt aus dem Jahr 1843. Das heißt, der Kirchenchor St. Cäcilia aus Dauchingen ist mindestens 175 Jahre alt. Kirchenchöre, die seit mindestens hundert Jahren bestehen und sich noch heute mit Engagement der Kirchenmusik verschrieben haben, können vom Allgemeinen Cäcilienverband auf Antrag mit der Palestrina-Medaille geehrt werden.

Glückliche Gesichter

"Ich schaue in viele glückliche Gesichter", leitete Gaber die Ehrung ein, die er mit dem Verlesen der Urkunde fortsetzte. Namensgeber der Ehrung ist Giovanni Pierluigi da Palestrina. Er war ein italienischer Komponist, Sänger und Kapellmeister der Renaissance sowie ein herausragender Meister der Kirchenmusik. Sein Grab befindet sich im Petersdom in Rom.

Dank und Anerkennung sprach Gaber aus, denn es sei wichtig, die Verheißung Gottes mit der gebotenen Lebendigkeit mitzuteilen. Singen sei lebendig, und der Kirchenchor St. Cäcilia sei in seiner Lebendigkeit geradezu vorbildlich. Ein wichtiger Punkt der Auszeichnung sei, dass gleichermaßen die alten Meister als auch die kontemporären Komponisten im Chorrepertoire zu finden sein, so Gaber.

Mit der Verleihung der Medaille hat es der Kirchenchor Dauchingen jetzt quasi schriftlich, dass der Chor als Hauptaufgabe das regelmäßige und vorbildliche Singen in der Liturgie insbesondere an Sonn- und Feiertagen sieht. Der Chor integriere dabei die ein- und mehrstimmige, lateinische und deutsche Kirchenmusik aller Stilepochen in die Gottesdienste, insbesondere zeitgenössische Kompositionen, aber auch den gregorianischen Choral und das Kirchenlied.