Die Unabhängigen Bürger für Dauchingen haben als erste der drei im Rat vertretenen Fraktionen ihre Liste für die Kommunalwahl am 26. Mai aufgestellt. Mit Marion Hock und Martin Geiger verzichten zwei Ratsmitglieder auf eine erneute Kandidatur. Angeführt wird die Liste von den beiden übrigen Ratsherren Günter Klotz und Günther Haffa.

Haffa ließ als Sprecher der Fraktion die sich dem Ende zuneigende Wahlperiode kurz Revue passieren. Man sei vor fünf Jahren als dritte Kraft gestartet und habe auf Anhieb vier Mandate erringen können. Dieses Ergebnis zu halten wäre eine tolle Bestätigung für die Arbeit im Gremium. Er lobte das konstruktive Verhältnis zu den beiden anderen Fraktionen und zur Verwaltung.

„Die vergangenen fünf Jahre waren erfolgreich für Dauchingen, wir als Unabhängige Bürger haben wichtige Weichenstellungen mitgestaltet und verantwortungsvoll mitgetragen“, sagte Haffa. Er bedauerte, dass mit Marion Hock und Martin Geiger zwei erfolgreiche Ratsmitglieder aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidieren. Um die Liste zu füllen, habe man mit etwa 70 Bürgern gesprochen. Dennoch sei es weder gelungen, eine Frau für die Liste zu begeistern, noch die Liste komplett zu füllen. Er hoffe, dass bis zur Einreichungsfrist der Unterlagen die Liste noch komplettiert werden könne.

Verkehrsberuhigung und ein gelingendes Dorfsanierungsprogramm

Auf Platz drei kandidiert Roland Domm, der sowohl im Fußball- als auch im Tennisclub aktiv ist. Den vierten Listenplatz belegt Frank Merten, Lehrer am Deutenberg-Gymnasium in VS-Schwenningen. Er nannte die Kinder- und Jugendförderung als Schwerpunkt seiner Arbeit, sollte er gewählt werden. Elias Thoma auf Listenplatz fünf arbeitet als Baukontrolleur bei der Stadt Donaueschingen. Er wird gefolgt von Benjamin Schmutte, der im öffentlichen Dienst bei der Stadt Villingen-Schwenningen arbeitet. Holger Dippong auf Listenplatz sieben lebt seit knapp drei Jahren im Ort am Birkenweg. Er fühle sich sehr wohl und sei gerne bereit, sich in der Gemeinschaft einzubringen.

Mit Andreas Lorenz kandidiert auf Platz acht der ehemalige Vorsitzende des FC Dauchingen. Er war bereits vor fünf Jahren bei den Unabhängigen Bürgern in der Gründungsphase dabei, hatte sich wegen des Ehrenamtes und beruflicher Verpflichtungen nicht aufstellen lassen. Nun sei er bereit: „Ich wohne seit 22 Jahren in Dauchingen und habe viel bekommen, nun möchte ich etwas zurückgeben“, sagte der Verkaufsleiter. Auf Rang neun der Liste findet sich mit Lothar Behrendt ein ehemaliger Ratsherr, der vor zehn Jahren nicht wieder kandidiert hatte. Nun, als Rentner, habe er wieder die Zeit und vor allem das Interesse, im Rat mitzuwirken.

Verkehrsberuhigung und ein gelingendes Dorfsanierungsprogramm nannte er als Schwerpunkte. Platz zehn schließlich belegt Manfred Ellfeldt, ein Ur-Dauchinger, der sogar im Ort geboren wurde. „Viele Leute motzen nur. Mir gefällt auch einiges im Ort nicht, ich will aber nicht nur meckern, sondern Verantwortung übernehmen“, sagte Ellfeldt zu seiner Motivation.

Mit zehn Kandidaten haben die Unabhängigen Bürger die Liste nicht komplett aufgefüllt. Bei Listenwahl gingen also zwei Stimmen verloren. Deshalb werde man weiter nach Kandidaten suchen, sagten die Verantwortlichen. Es sei wichtig, sich lokal zu engagieren, man sei jederzeit für Interessenten offen.