Zumindest musikalisch ist in Dauchingen das Frühjahr angebrochen. Beim Frühjahrskonzert der Musik- und Jugendkapelle Dauchingen in der Festhalle wurde deutlich, dass jetzt das Frühjahr und für viele Menschen damit auch die Reisezeit angebrochen ist. Eine Reise quer durch alle fünf Kontinente unternahm die Jugendkapelle und beschrieb mit typischen Liedern und anspruchsvollen Musikstücken die Welt bei den Nachbarn Frankreich, mit Musik aus Afrika, Australien und Asien und mit Folklore aus den Vereinigten Staaten. Beethovens neunte Sinfonie "Freude schöner Götterfunken" stand bei diesem Potpourri für Deutschland und ist doch zugleich die Nationalhymne für Europa. Natürlich durften die jungen Nachwuchsmusiker nicht ohne Zugabe von der Bühne und verabschiedeten sich von einem begeisterten Publikum mit dem Farmhouse-Rock.

Konzertante Musik auf hohem Niveau kennzeichnete anschließend den Auftritt der Musikkapelle. Mit der Jubilee-Fanfare eröffnete die Musikkapelle den zweiten Teil des Konzerts. Hier bekamen die Zuhörer gleich einen Vorgeschmack auf das, was sie erwartete: Ein Dirigent, der es versteht, seinem Orchester temperamentvoll und präzise die Töne zu entlocken. Konzertante Blasmusik auf hohem Niveau war das Ergebnis monatelanger gemeinsamer Arbeit von Gabor Fehervari und dem Orchester. Sophie Hoch zog bei ihrem Horn-Solo alle Register.

Weiter ging es bei der Main-Street-Celebration entlang einer belebten Hauptstraße. Interessante Registerkombinationen, Klarinette mit Xylophon oder Flöte mit Glockenspiel, waren hier Bestandteil der Musik. Mit der Kleinen Ungarischen Rhapsodie entführten der Dirigent und sein Orchester die Gäste im Saal, darunter Dauchingens Bürgermeister Torben Dorn und der Vizepräsident des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar, Egon Bäurer, nach Ungarn. Für die brillant eingesetzte Lichttechnik bei diesem Konzert war die Veranstaltungstechnik FBS aus Dauchingen zuständig.