Die Bürger Dauchingens stehen vor der Frage, ob sie der Ausweisung von Tempo 30-Zonen in Dauchingen zustimmen oder nicht. Der Bürgerentscheid dazu findet am Sonntag, 9. September, statt. Im Vorfeld haben sich Bürgermeister Torben Dorn und die Gemeinderäte Gedanken gemacht.

Blumen für die Dame und Ehrenmitgliedschaft für den Herrn. Birgit und Jochen Walter (Bildmitte) engagieren sich seit vielen Jahren für Dauchinger Bürger und wurden dafür von Bürgermeister Torben Dorn (links) aund dem ersten Vorsitzenden des Dauchinger Bürgervereins geehrt. Bild
Blumen für die Dame und Ehrenmitgliedschaft für den Herrn. Birgit und Jochen Walter (Bildmitte) engagieren sich seit vielen Jahren für Dauchinger Bürger und wurden dafür von Bürgermeister Torben Dorn (links) aund dem ersten Vorsitzenden des Dauchinger Bürgervereins geehrt. Bild | Bild: Rüdiger Fein
  • Bürgermeister Torben Dorn spricht sich für das Tempo 30 aus, obwohl in den Wohngebietsstraßen bereits heute mit zwischen 30 und 40 Stundenkilometern gefahren wird. Deswegen werde es keine regelmäßige Überwachung geben. "Mehr Sicherheit, mehr Wohnqualität und Umweltentlastungen sprechen für Tempo 30", sagt er.
Gemeinderätin <br />Sandra Fischer
Gemeinderätin
Sandra Fischer | Bild: Freie Wähler
  • Gemeinderätin Sandra Fischer (Freie Wähler) spricht sich ebenfalls für das Tempo 30 aus. "Die Erfahrung zeigt, dass Tempo 30 sowohl für Umwelt als auch für das örtliche Umfeld wesentlich verträglicher ist, als Tempo 50", sagt sie. Tempo 30 bringe für die Bürger der Gemeinde mehr Sicherheit.
Gemeinderat <br />Jürgen Laufer
Gemeinderat
Jürgen Laufer | Bild: Gemeinde
  • Gemeinderat Jürgen Laufer (Freie Wähler) stimmt für ein generelles Tempo 30 in Dauchingen. "Vor allem unsere Kinder und Senioren werden von der Einführung profitieren", argumentiert er. Allerdings müsse die Einhaltung regelmäßig überwacht und Verstöße dann auch bestraft werden.
Gemeinderat <br />Ingo Österreicher
Gemeinderat
Ingo Österreicher | Bild: Albert Helmstädter
  • Gemeinderat Ingo Österreicher (Freie Wähler) hält von dem Vorschlag wenig. "Die aktuellen Geschwindigkeitsmessungen zeigen, dass nirgendwo in den Wohngebieten schnell oder zu schnell gefahren wird." Kritische Bereiche, wie Schulwege oder Ortseingänge, werden nicht durch Tempo 30 geregelt.
Gemeinderat <br />Martin Geiger
Gemeinderat
Martin Geiger | Bild: Gemeinde
  • Gemeinderat Martin Geiger (Unabhängige Bürger) begrüßt zwar den Bürgerentscheid, spricht sich aber gegen das allgemeine Tempo 30 aus. "Ich bin der Meinung, dass wir Tempo 30 in Dauchingen nicht benötigen", sagt er. Dies werde durch die Geschwindigkeitsmessungen in der Vergangenheit belegt.
Gemeinderat <br />Günther Haffa
Gemeinderat
Günther Haffa | Bild: Gemeinde
  • Gemeinderat Günther Haffa (Unabhängige Bürger) sieht in Tempo 30 eine Verbesserung der Sicherheit. Gegenüber Tempo 50 halbiere sich der Anhalteweg und die Aufprallgeschwindigkeit bei einem Unfall werde reduziert. "Aus Gründen der Verkehrssicherheit ist also Tempo 30 in Wohngebieten sehr sinnvoll."
Gemeinderätin <br />Marion Hock
Gemeinderätin
Marion Hock | Bild: Rüdiger Fein
  • Gemeinderätin Marion Hock (Unabhängige Bürger) sieht keinen generellen Handlungsbedarf. Tempo 30-Zonen im Bereich von Kindergarten und Schule seien ihr wichtig. "Im Bereich der Wohngebiete halte ich Tempo 50 weiterhin für angemessen."
Gemeinderat <br />Günter Klotz
Gemeinderat
Günter Klotz | Bild: Gemeinde
  • Gemeinderat Günter Klotz (Unabhängige Bürger) wird gegen den Vorschlag stimmen. "Ein nachhaltiges Verkehrskonzept ist auch ohne Tempo 30 möglich", sagt er. In Nachbarorten zeige Tempo 30 nicht die gewünschte Wirkung hinsichtlich Sicherheit und Lärmreduzierung.
Gemeinderat <br />Steffen Halder
Gemeinderat
Steffen Halder | Bild: Gemeinde
  • Gemeinderat Steffen Halder (CDU) möchte kein flächendeckendes Tempo 30. Messungen in den Nebenstraßen haben einen Durchschnitt von 34 Kilometern pro Stunde ergeben, sagt er. "Ich sehe somit keine Notwendigkeit, generell in den Nebenstraßen Tempo 30 zu beschildern."
Gemeinderätin <br />Ursula Heiser
Gemeinderätin
Ursula Heiser | Bild: Gemeinde
  • Gemeinderätin Ursula Heiser (CDU) möchte Tempo 30 in den Wohngebieten. "Ich befürworte die Einführung in den Wohngebieten", sagt sie. Dass die Anwohner in den Durchgangsstraßen keine Chance darauf haben, halte sie für ungerecht.
Gemeinderätin <br />Nicole Schill
Gemeinderätin
Nicole Schill | Bild: Gemeinde
  • Gemeinderätin Nicole Schill (CDU) sieht keine Handlungsnotwendigkeit. "Ich vertrete die Meinung, dass Dauchingen kein Tempo 30 braucht", sagt sie. In den Nebenstraßen sei es ohnehin fast unmöglich, schneller als Tempo 30 zu fahren.
Gemeinderat <br />Mathias Schleicher
Gemeinderat
Mathias Schleicher | Bild: Gemeinde
  • Gemeinderat Mathias Schleicher (CDU) macht ohne Umschweife deutlich: "Ich bin gegen Tempo 30." Es sei nur ihn Wohngebieten möglich, wo bereits rechts vor links gelte und rasen kaum möglich sei. Zudem gebe es keine Angaben zu den Kosten.