Seit Montag vor einer Woche dürfen die Lokale und Speisegaststätten ihre Pforten wieder öffnen. Auch in Brigachtal begrüßten einige Traditionshäuser in allen drei Teilorten erstmals nach dem Corona-Lockdown wieder Gäste. So auch das Gasthaus „Löwen“ in Kirchdorf, mit der Betreiberfamilie Bertsche.

Viele Bekannte und Stammgäste wieder da

„Wir haben uns an den ersten beiden Öffnungstagen natürlich über viele Bekannte und Stammgäste gefreut, die den Weg zu uns gefunden haben“, so „Löwen“-Chef Rainer Bertsche. Die letzten Monate seien aber echt hart gewesen. „Wir wären ausgebucht gewesen, doch das ganze Ostergeschäft, Kommunionen oder Hochzeiten und die Catering-Lieferungen sind ja komplett weggebrochen“, so Bertsche.

Staatliche Hilfe und Kurzarbeitergeld funktionieren

Zum Glück gab es recht unbürokratische staatliche Sofort-Hilfen. „Und durch das Kurzarbeitergeld konnten die eingearbeiteten Kräfte erhalten bleiben“, so Bertsche. „Wir sind optimistisch, uns gibt es immer noch, uns wird es auch weiterhin geben.“

Im Gasthaus „Löwen“ in Kirchdorf herrscht wieder Betrieb. Gasthaus-Betreiber und Küchenchef Rainer Bertsche ist optimistisch, dass wieder zahlreiche Gäste den Weg in das renovierte Lokal finden. Auf der neuen Foto-Tapete im Nebenzimmer mit einigen Kirchdorfer Szenen ist links neben Bertsche ist sein Großvater und frühere „Löwen“-Wirt, Karl Doser, zu sehen.
Im Gasthaus „Löwen“ in Kirchdorf herrscht wieder Betrieb. Gasthaus-Betreiber und Küchenchef Rainer Bertsche ist optimistisch, dass wieder zahlreiche Gäste den Weg in das renovierte Lokal finden. Auf der neuen Foto-Tapete im Nebenzimmer mit einigen Kirchdorfer Szenen ist links neben Bertsche ist sein Großvater und frühere „Löwen“-Wirt, Karl Doser, zu sehen. | Bild: Klaus Dorer

Angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen hält Bertsche die Öffnung der Lokale, wie alle seine Berufskollegen übrigens, für gerechtfertigt. Nun hofft er wie alle anderen Gastronomen auf einen „goldenen Sommer“. Das neu gestaltete Ambiente des „Löwen“ sowie die umgestaltete Außenterrasse warten auf Sommerfrischler.

Im „Café im Dorf“ freut sich Küchenchefin Ulrike Dewintre-Grether über jede Reservierung – eine nimmt sie hier gerade telefonisch auf.
Im „Café im Dorf“ freut sich Küchenchefin Ulrike Dewintre-Grether über jede Reservierung – eine nimmt sie hier gerade telefonisch auf. | Bild: Klaus Dorer

Auf mehr Gäste hofft auch das „Café im Dorf“. Dort kehrte nun nach über zwei Monaten Stillstand ebenfalls ein wenig Leben zurück. Das gutbürgerliche Speiselokal hatte an den ersten beiden Tagen jeweils an die zwei Dutzend Reservierungen, was schon Mal ein kleiner Anfang sei, so die Betreiberin und Küchenchefin Ulrike Dewintre-Grether. Davor habe man sich mit einem Abholservice lediglich ein kleines Zubrot verdient, sagt sie.

Vollständiger Hotelbetrieb im „Sternen“ bald wieder möglich

Das Gasthaus/Hotel „Sternen“ in Klengen hat das Speiselokal ebenfalls wieder geöffnet. Auf Anfrage bestätigte Gaby Weißmann, dass der Hotelbetrieb ab Freitag, 29. Mai im Komplettpaket, also mit Frühstücksservice, wieder möglich sein wird. Und auch die Bahnhofswirtschaft „Landhaus“ mit seiner Betreiber-Familie Weißhaar will in dieser Woche wiedereröffnen.

Überaucher „Hirschen“ hofft auf noch mehr Normalität

Bereits geöffnet hat das Traditionshaus „Hirschen“ in Überauchen mit der Betreiberfamilie Kraus. Küchenchef Christian Kraus hofft auf noch mehr Normalität. „Für uns war während der Krise vor allem der Wegfall des Caterings ein echtes Problem“, so Kraus. Denn der „Hirschen“ hatte viele Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstage und andere Feste beliefert.

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Erst 2019 war der Gastraum umgestaltet worden. Dort sind am frühen Samstagabend zwei Familien zu Gast. Eine davon ist die Familie Hirt. Der Sohn lebt in Altötting. Aus Sicherheitsgründen für seine betagte Mutter war er mit seiner Partnerin erst jetzt wieder in seiner alten Heimat zu Besuch. Alle freuen sich über ein schönes gemeinsames Essen. Sowohl Gäste als auch Wirtsleute hoffen natürlich, dass es alles so wird, wie es einmal war.

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