Wie in den letzten Monaten stand auch bei der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung erneut das Überauchener Dorfhaus samt Überauchener Ortskernsanierung auf der Themenliste.

Kernstück der Ortskernsanierung ist nach wie vor das immer mehr Gestalt annehmende Dorfhaus. Der Baufortschritt ist unübersehbar. Wie Ortsbaumeister Patrick Lutz erläuterte, werde die Mehrzweckhalle binnen vier Wochen ein wasserdichtes Dach erhalten, womit weitere Gewerke im Innenraum erledigt werden können. Hierzu musste nun über weitere Vergaben am Bau entschieden werden.

Die Gewerke, wie in den Gemeinderatssitzungen vom 26. Mai und 21. Juli öffentlich beschlossen, wurden von Architekt Christian Kuberczyk nochmals im Detail erklärt: Die Dachdecker- und Blechnerarbeiten, samt PV-Anlage wurden an eine Löffinger Firma vergeben. Wie Kuberczyk erläuterte, liege man bei den Kosten für die Bedachung mit von 138 000 Euro deutlich unter Planung. Einer der Räte äußerte Bedenken. Hier wies der Architekt darauf hin, dass die Einsparungen nicht etwa mit minderwertigen Baustoffen zusammenhängen, sondern mit weniger Aufwand. Auch bei den Sonnenschutz-Vorrichtungen werde weniger Material benötigt, was folglich zu geringeren Kosten führe.

Die Sportgeräte wurden nun mit 17 800 Euro veranschlagt und auch die Bühnentechnik kommt mit 41 000 Euro günstiger, als zunächst angenommen. Den Vergaben wurde einstimmiges Votum erteilt. Im Vergleich zum Mai 2020 waren es noch 4 086 000 Euro. Die Ortskernsanierung, dazu gehören auch der Hallenrückbau und der spätere Neubau der Kindertagesstätte, befindet also mitten in ihrer Umsetzung.

Per Landesfinanzhilfe wird das Großprojekt seit März 2015 durch das Landessanierungsprogramm (LSP) unterstützt. Der erforderliche Finanzrahmen der Ortskernsanierung für die Laufzeit bis 2025 liegt aktuell bei 6,1 Mio. Euro. Dieser Betrag soll über weitere Aufstockungsanträge in den Folgejahren erreicht werden, hieß es am Ratstisch in der Kirchdorfer Halle. Einstimmig beschlossen wurde, dass ein Aufstockungsantrag in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro beim Regierungspräsidium Freiburg bis zum Stichtag, 30. September 2020, gestellt wird. Nicht bestätigen konnte Karl-Christian Fock, Projektmanager von der LBBW Kommunalentwicklung, dass es aufgrund der Corona-Pandemie automatisch zu einer Reduzierung der Fördersätze komme.

Im nächsten Bauabschnitt werden die Putz- und Trockenbauarbeiten sowie die Malerarbeiten ausgeschrieben. Gemäß aktueller Hochrechnung werde das Dorfhaus nun mit 4 027 400 Euro etwas günstiger als geplant.

Das könnte Sie auch interessieren

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €