Bereits seit dem 11. Mai liegt der Brigachtaler Leichtathletik- und Turngemeinschaft (LTG) eine Verordnung der Baden-Württembergischen Landesregierung zur Öffnung der Freiluftsportstätten und die Erlaubnis der Gemeindeverwaltung Brigachtal zur eingeschränkten Nutzung der Sportstätte Klengen vor. „Sicher ein wichtiger Schritt in Richtung neuer Normalität“, betont LTG-Vorsitzende und Trainerin Brita Krebs.

Zu fünft auf 1000 Quadratmetern

Allerdings sei derzeit laut Sportstättenverordnung lediglich Individualsport auf leichtathletischen Anlagen sowie Sport in Kleinstgruppen für je fünf Personen möglich, so Krebs. „Gerne würden wir als Sportverein wenigstens einen kleinen Beitrag zur Entlastung der Eltern liefern und den Kindern ein Stück weit kindliche Normalität zukommen lassen“, so Krebs. In gewisser Weise irritieren sie die ungleichen Maßstäbe, die hinsichtlich der Lockerungen angesetzt werden. Um das Infektionsrisiko über Kontakte zu reduzieren, sei beispielsweise seit dem 6. Mai auf öffentlichen Spielplätzen eine Zugangsbegrenzung mit durchschnittlich einem Kind je zehn Quadratmetern der Spielplatzfläche vorgeschrieben. Die Sportstättenverordnung schreibt nun eine Begrenzung von maximal fünf Personen auf einer Trainingsfläche von 1000 Quadratmetern vor.

Nun findet die sportliche Betätigung per Video-Anleitung statt, welches die LTG seit einiger Zeit anbietet. Brita Krebs, LTG-Vereinsvorsitzende, Trainerin und selbst aktive Sportlerin, zeigt hier, wie das funktioniert.
Nun findet die sportliche Betätigung per Video-Anleitung statt, welches die LTG seit einiger Zeit anbietet. Brita Krebs, LTG-Vereinsvorsitzende, Trainerin und selbst aktive Sportlerin, zeigt hier, wie das funktioniert. | Bild: Klaus Dorer

„Am realen Leben vorbei geplant“

„Ich vermute zudem, dass auf Spielplätzen keine regelmäßige Oberflächendesinfektion stattfindet.“ Vereine sollten offenbar nach jedem Körperkontakt eine Desinfektion der Sportgeräte vornehmen. Noch sei unklar, ob beispielsweise auch die Hochsprungmatte nach jeden Sprung gereinigt werden muss. „Für mein Empfinden ist hier am realen Leben vorbei geplant und den ehrenamtlich arbeitenden Vereinen wird eine sehr hohe Verantwortung, verbunden mit hohen Kosten, auferlegt“, sagt Krebs. Man sei hier nicht im Spitzensport aktiv, sondern die Rede sei von qualifizierter Kinderbetreuung. Gleichwohl halte der Verein aber die Einhaltung der Abstandsregeln für eklatant wichtig und unerlässlich. „Damit werden wir wohl geraume Zeit leben müssen“, so Krebs.

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Außer, dass darauf zu achten ist, dass sich auf einer Freiluft-Trainingsfläche von 1000 Quadratmetern maximal fünf Personen aufhalten, ist die Einhaltung der bekannten Abstands- und Hygieneregeln wichtig. Für deren Einhaltung zeichne sich jeder Einzelne, aber auch die Trainer verantwortlich. „Die Vorstandschaft sowie der Trainer- und Betreuerstab diskutierten in den vergangenen Tagen über die Corona-Verordnung und überlegten, wie sie die strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen für einen Trainingsbetrieb unter dem Gesundheitsschutz schaffen können“, so Krebs.

Stufenweise Wiederaufname frühestens nach Pfingsten

Derzeit könne man sich aktuell lediglich eine stufenweise Wiederaufnahme des Leichtathletiktrainings für die Jugendgruppen vorstellen. Aktuell bemühe sich die Vereinsführung darum, die nötigen Strukturen für ein risikofreies Training auf dem Sportgelände Klengen zu schaffen und die Übungsleiterinnen erarbeiten individuelle Übungs- und Trainingspläne. So ist davon auszugehen, dass frühestens nach den Pfingstferien einzelne Sportler mit dem Training wieder beginnen können. Das Team der LTG Brigachtal vermisse seine Vereinsmitglieder wirklich sehr, versichert Krebs, doch zum Schutze der Gesundheit und Eindämmung der Infektionsverbreitung bleibe man einstweilen weiterhin auf Abstand. Seitens der Vereinsmitglieder hoffe man auf Verständnis für diese Haltung und wünsche allen Geduld und Spaß beim Individualsport, so Krebs.

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