Wenn man über den Brigachtaler Friedhof geht, fallen zahlreiche freie, ungenutzte Grabfelder auf. Obwohl es auf dem Bestattungsareal durchschnittlich 50 Beisetzungen im Jahr gibt, könnte sich die Situation freier Stellen in Zukunft sogar noch erhöhen, denn der Trend von pflegeaufwändigen Erdgräbern geht immer mehr in Richtung Baumbestattungen, Beisetzungen in Urnenwänden oder in Urnengräbern.

Kapazitäten für Erd- und Urnenbestattungen reichen noch

Für die Vergabe von Erd- und Urnengräbern ist derzeit noch genügend Kapazität vorhanden und auch im Bereich der Baumbestattungen stehen momentan noch ausreichend Plätze für die kommenden vier Jahre zur Verfügung. Derzeit sind seit der Neupflanzung der beiden Bestattungsbäume noch 75 Baumbestattungsplätze frei.

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Neuanpflanzungen rechtzeitig umsetzen

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit hat aus Sicht der Verantwortlichen jedoch gezeigt, dass frühzeitig an eine Neupflanzung gedacht werden muss, um den Bäumen entsprechend Zeit zum Anwachsen zu geben.

Engpass in absehbarer Zeit

Zudem zeichnet sich bei den Urnenwandfächern in absehbarer Zeit ein Engpass ab. Solche Wandfächer werden derzeit in der Urnenwand im Friedhofsbereich K zur Verfügung gestellt. Bis dato sind nur noch drei Fächer für eine neue Belegung frei. Und in den kommenden drei Jahren laufen dort keine Nutzungszeiten aus.

Dreier-Element mit 36 Bestattungsplätzen

Mit der Neuanschaffung einer Urnenwand könne man für die Zukunft genügend Platz für Urnenwandbestattungen schaffen, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Dreier-Element mit zwölf Fächern, also 36 Bestattungsplätzen, würde voraussichtlich bis zum Jahr 2026 ausreichen.

Platz ist genug

Das Grabfeld J, wo bis vor einiger Zeit noch die weißen Gedenkkreuze des ersten Weltkrieges aufgestellt waren, würde sich für die Neugestaltung und Aufstellung einer neuen Urnenwand sowie für die Pflanzung eines Bestattungsbaumes gut eignen. Nachdem dort durch zahlreiche Grabräumungen bereits vor einigen Jahren eine große Freifläche entstanden ist, könnte dieser Friedhofsteil wieder genutzt und optisch aufgewertet werden. Ebenfalls wäre hier genügend Platz für zukünftige Erweiterungen gegeben.

Rund 96 000 Euro sind derzeit kalkuliert

Für eine mögliche Umsetzung im kommenden Jahr wurde mit dem Landschaftsarchitekturbüro Kuberczyk aus Villingen ein Vorentwurf ausgearbeitet und ein Haushaltsansatz in Höhe von 96 000 Euro gebildet. Am meisten kosten die Urnenwände mit 30 000 Euro, gefolgt von Kosten für Platz- und Wegebau mit 16 000 Euro.

Nachdem es keine Einwände im Gemeindegremium gegen die vorgestellte Planung gab, werden wohl 2021 drei neue Urnenwände realisiert werden, wie es abschließend hieß.