Zwar ist der Neustart bei der Klengener Damengymnastik noch ein „zartes Pflänzchen“, doch die Hoffnung wächst: „Wir sind unheimlich froh, dass wir nun wieder in der Halle turnen können und hoffen natürlich, dass das auch in Zukunft so bleibt“, sagte Christina Mattes vom Vorstandsteam voller Hoffnung und Zuversicht beim Jahrestreff am Mittwochabend.

Die letzten 18 Monate

Wie bei vielen Vereinen blickt die Vorstandschaft der Damengymnastik auf eine wechselvolle Zeit zurück. Diese Monate seien ein Auf und Ab gewesen, meinten einiger der Damen. Dennoch wollte die Führungscrew zunächst auch während der Corona-Pandemie das Turn-Angebot irgendwie aufrechterhalten. „Unsere Idee war es, zunächst per Online-Schaltungen Turnen via Skype anzubieten“, berichtet Schriftführerin Marianne Weißhaar. Es sind halt viele ältere Damen aktiv, daher wurde das Angebot verständlicherweise nur sehr schlecht angenommen, hieß es.

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Besser lief es dann in den Sommermonaten der letzten beiden Jahre. Turnen vor der Halle bei meist gutem Wetter, mit mitgebrachten Hanteln, das machte den Damen unter freien Himmel richtig viel Spaß. Als es dann nach den Sommerferien in der Halle weiterging, dachten viele, es sei geschafft. Doch schon im Oktober 2020 kam das erneute Aus.

Jetzt sind die Regeln klar

Barbara Effinger vom Vorstands-Team erinnert sich. Sie kritisiert in diesem Zusammenhang auch die oft schwammigen oder undurchsichtig abgefassten Weisungen. „Es hat ja niemand mehr durchgeblickt, was erlaubt ist und was nicht“, so Effinger. Besser läuft es aktuell. Es herrscht Klarheit. Nun sind die zirka 60 Turnerinnen unter Beachtung der 3G-Regel wieder in zwei Gruppen aktiv und halten sich mit Dehn- und Entspannungsübungen oder mit Aerobic fit.

Geschichte der Damengymnastik

Bereits im Jahr 1965 wurde die Klengner Damengymnastik aus der Taufe gehoben. Damals turnte eine kleine Gruppe in der gerade erbauten Klengener Mehrzweckhalle. Gründungsvorsitzende war seinerzeit Ludwina Schwarz. Weitere langjährige Vorsitzende waren Clara Schwarz oder Christa Kauschwitz. Zuletzt wurde die Damengymnastik von einem Führungsteam geleitet. So waren bis im März 2020 Konni Bucher und Christa Bausch über ein Jahrzehnt in der Führungsspitze. Nachfolgerinnen wurden Barbara Effinger aus Kirchdorf und Eva Stadelmann aus Überauchen.

Die Neue

Das Vorstandschaftsteam der Klengener Damengymnastik: Neu ist Meike Hettich (von links, vordere Reihe), Marianne Weißhaar und Barbara ...
Das Vorstandschaftsteam der Klengener Damengymnastik: Neu ist Meike Hettich (von links, vordere Reihe), Marianne Weißhaar und Barbara Effinger. Hintere Reihe: Kassierin Christina Mattes (links) und Sabine Schleicher vervollständigen die Führungs-Riege. | Bild: Klaus Dorer

Neu ins Vorstandschaftsteam wurde nun Meike Hettich als Nachfolgerin von Eva Stadelmann einstimmig gewählt. Der Altersdurchschnitt ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Derzeit turnen Frauen von 30 bis 83 Jahren im Verein. Die älteren Damen sind dabei in der Überzahl. Daher hat sich die Vollblut-Landwirtin Hettich zum Ziel gesetzt, noch mehr Frauen im Alter ab 30 Jahren für die Damengymnastik zu begeistern. „Es wäre doch schön, wenn noch ein paar mehr jüngere Sportlerinnen mitmachen würden“, so Hettich.

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Das Turnangebot

Regelmäßig, immer mittwochs finden sich Frauen jeden Alters zusammen, um getreu dem Motto „Mach mit – durch und durch bewegt“ einen Ausgleich zum täglichen Alltag zu schaffen. Übungsleiterin Lisa Doser erklärt, was sie alles anbietet: Zur Steigerung der Ausdauer und zur Verbesserung des Herz-Kreislaufsystems gibt es spezielle Übungen. Auch gezieltes Muskeltraining, Dehnung- und Entspannungsübungen, zum Erhalt der Beweglichkeit, seien wichtig, so Doser. In der zweiten Stunde trainieren die jüngeren Sportlerinnen: Nach einer Aufwärmphase wird zu fetziger Musik Gymnastik für Bauch, Beine und Po mit und ohne Handgeräte geboten. Das Rückentraining rundet die Turnstunden ab. Neue Trainerin ist Eva Stadelmann, die ab 13. Oktober die Damen auf Trab halten wird. Sie will vermehrt auch Stepp-Aerobic anbieten.