Schon im Oktober diesen Jahres hat der Gemeinderat der Planung für den Neubau der Kindertagesstätte Bondelbach grundsätzlich zugestimmt und seinerzeit auch den Kostenrahmen in Höhe von 4,6 Millionen Euro abgesteckt. Nun hat das Architektenbüro Kuberczyk den Rat abermals über den Stand der Planungen informiert und auch einen Zeitplan vorgestellt, der mit der Eröffnung des neuen Kindergartens im Juli 2023 endet.

Umzug im Sommer 2023

Somit könnte in den Sommerferien 2023 der Umzug von der Rathausstraße an den neuen Standort vollzogen werden. Mit dem Abriss der Turn- und Festhalle Überauchen soll unmittelbar nach Genehmigungserteilung begonnen werden.

Wichtigste Information für den Rat war sicherlich, dass der geplante Erhalt der Bodenplatte der Festhalle Überauchen nicht möglich sein wird. Von den Statikern wurden diese Überlegungen wegen der künftigen Tragfähigkeit kritisch betrachtet, zumal das Verlegen von Versorgungsleitungen eine weitere Schwächung mit sich bringen würde.

Weitere Flächen im Dachspitz

Als pfiffig hingegen wurde von den Räten die Flächenerweiterung im Dachspitz des künftigen Kindergartens bewertet. Das Architektenteam schlug vor, einen Spiel- und Rückzugsraum für die Kinder unmittelbar unter der Firstlinie zu gestalten. Gleichzeitig könnte dort auch ein weiterer Lagerraum eingezogen werden.

Eine längere Diskussion verursachte die Suche nach Unterstellmöglichkeiten für die Kita-Kinderwagen und das Turtle-Fahrzeug. Stellmöglichkeiten unter der Innentreppe wurden wegen möglicher Verschmutzung des Flurs kritisch beäugt. Bürgermeister Michael Schmitt versprach, zusammen mit dem Architektenbüro hier eine sinnvolle Lösung zu suchen.

Eigene Toilette für Küchenpersonal

Die Hygienevorschriften verlangen auch den Einbau einer gesonderten Toilette für das Küchenpersonal im Erdgeschoss. Dieser Forderung wurde ebenso wie der Vergrößerung des Technikraums für die Lüftungsanlage Rechnung getragen.

Hinsichtlich der Finanzierung hofft Gemeindekämmerer Harald Maute auf großzügige Zuwendungen aus dem Ausgleichsstock und dem Landessanierungsprogramm. Nach dem Abriss der Festhalle Überauchen im Frühjahr 2021 soll zügig mit dem Neubau begonnen werden.

Architekt: Kostenrahmen wird eingehalten

Die Sorge, dass mit den Planänderungen eine Preiserhöhung einhergeht, konnte das Architektenbüro zerstreuen. „Aus heutiger Sicht können wir den Kostenrahmen einhalten“, so Christian Kuberczyk. Ohne Gegenstimme stimmte der Rat dem Neubau zu.