Max Hirt feierte am Karsamstag bei wieder besserer Gesundheit seinen 85. Geburtstag. Zuletzt hatte er aber Corona und eine kleinere Operation überstehen müssen.

Große Dankbarkeit

Hirt geht mit seiner Erkrankung offen um. Drei Wochen war er sogar in der Klinik in Donaueschingen behandelt worden. Er sei von großer Dankbarkeit erfüllt, dass er das alles so gut überstanden hat, sagte der Senior an seinem Ehrentag, den er im ganz kleinen Kreis mit Ehefrau Inge und seinen Kindern feierte.

Tief verwurzelt in Brigachtal

Hirt ist ein waschechter Brigachtaler und auf dem Hof an der Siedlerstraße in Klengen aufgewachsen. Seine Vorfahren stammten von der Überauchener Mühle, das lasse sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen, so Hirt.

Wirren des Krieges erlebt

Als Kind hat er die Wirren des Zweiten Weltkriegs miterlebt. Zunächst sei es sehr ruhig und beschaulich in Klengen gewesen, doch später musste die Familie öfters in einem Luftschutzbunker Schutz vor herannahenden Fliegern suchen, erinnert er sich noch heute mit Schrecken.

Großer Förderer von Vereinen

Beruflich war Hirt 46 Jahre lang bei einer Bad Dürrheimer Tief- und Straßenbaufirma tätig und schaffte den Sprung bis in die Firmenleitung. Seine Heimat zu verlassen kam für Hirt nie in Frage, zu verwurzelt sei er hier mit seiner Familie, der Vereinswelt sowie dem gesellschaftlichen und kommunalen Leben, an dem er nach wie vor großen Anteil nimmt. Bekannt ist Hirt auch als großer Förderer von diversen Vereinen und als Mitgründer des Brigachtaler Schützenvereins 1958. Und auch den Seniorenverein hat der ehemalige Bürgermeister-Stellvertreter aus der Taufe gehoben.

Er liebt die Berge

Mit einigen Senioren hat er vor fünf Jahren eine fünf Meter lange orientalische Krippe erstellt, die vor Corona mehrfach im Pfarrzentrum zu sehen war. Neben dem Basteln gehöre auch das Wandern zu seinen liebsten Hobbys. Da könne er so richtig entspannen. Hirt liebt die Berge, besonders Südtirol, wo der Senior gerne mit seiner Frau und auch in der Gruppe unterwegs war.

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Lange kommunalpolitische Karriere

Auch an seine lange kommunalpolitische Karriere erinnert sich der ehemalige Gemeinderat gerne. So war Hirt von 1965 bis 1970 erstmals in den Gemeinderat gewählt worden. Nach einer Pause ließ sich Hirt anno 1974 wieder aufstellen. Bis 1995 war er dann ununterbrochen im Ortsgremium.

Auch Bürgermeister-Stellvertreter sei er immer gerne gewesen, sagt Hirt rückblickend. „Es hat mir immer viel Freude gemacht, Dinge zu gestalten und zu entwickeln“, sagt er. Für seine großen Verdienste um den Ort wurde Hirt am 30. März 2011 mit der Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Brigachtal ausgezeichnet.