Mit dem Bau der neuen Kindertagesstätte Bondelbach in Überauchen soll ein weiterer Meilenstein realisiert werden. Nach dem Spatenstich wird nun zwei Jahre lang gebaut. Neben dem Bürgermeister waren auch einige Gemeinderäte, die Kleinkindgruppe mit ihren Erzieherinnen von Bondelbach und die Planer vor Ort.

  • Rückblende: Bereits im Oktober 2020 hatte der Gemeinderat dem Bau der Kita in Überauchen zugestimmt und seinerzeit auch gleich den Kostenrahmen mit circa 4,6 Millionen Euro abgesteckt. Die Kostenplanung für die Kita wird nun mit knapp 4,76 Millionen nur unwesentlich von der ursprünglichen Planung abweichen. Schon seit einigen Jahren sei der Gemeinde das knappe Platzangebot im Kleinkindbereich bekannt, begründete der Schults den Handlungsbedarf. Zunächst war eine Erweiterung der bestehenden Kita an der Rathausstraße 10 angedacht gewesen. Im Zuge der Neugestaltung „Neue Ortsmitte Überauchen“ und des geplanten Abrisses der Mehrzweckhalle reifte die Überlegung immer mehr, eine zeitgemäße Kindertagesstätte mit stimmigem Konzept zu errichten. Dadurch könne man die Abläufe sowohl für das Betreuungspersonal als auch für die Kindergartenkinder optimieren, sagte der Schultes in seinem kurzen Vortrag.
  • Entwicklung bei den Betreuungszahlen: Auch auf die Entwicklung bei den Auslastungszahlen ging Schmitt ein. Waren es anno 2016 noch 194 Kinder, die in vier verschiedenen Gruppen betreut wurden, sieht die Planung für das Frühjahr 2022 schon 259 Kinder vor und für März 2024 werden gar 288 Kinder erwartet, die dann einen Betreuungsplatz benötigen werden.
  • Förderungen: Die Gemeinde rechnet mit Fördergeld von über einer Million Euro. So stehen von Land und Bund sowie nach dem Kinderförderungsgesetz Beträge zur Verfügung, hieß es.
  • Die Bauweise: Im Anschluss berichtete Planer Christian Kuberczyk vom gleichnamigen Architekturbüro über Details beim Bau. So wird das Gebäude in Holzmassivbauweise erstellt, wobei 80 Prozent Holz verwendet werden, erläuterte Kuberczyk. Bei dieser Bauweise besteht die Möglichkeit, Holzoberflächen sichtbar zu belassen. Eine Beplankung ist dann nicht zwingend erforderlich. Lediglich statisch- und brandschutzrelevante Bauteile sind nicht aus Holz, sondern in massiver Betonkonstruktion geplant. Dazu gehört beispielsweise der Aufzugsschacht. Nun kann demnächst mit der Vergabe der Gewerke begonnen werden. Gerade bei den momentanen Holzpreisen dürfte das Hauptaugenmerk auf dem Zimmermannsgewerk liegen. Denn man darf gespannt sein, ob die neue Kita tatsächlich unter fünf Millionen Baukosten bleiben wird.