Als die Corona-Verordnung gelockert und der Weg frei für Gottesdienste gemacht wurde, standen die Kirchengemeinden vor der Herausforderung, wie die weiterhin geltenden Vorschriften umgesetzt werden können. Auch in der Seelsorgeeinheit zwischen Brigach und Kirnach wurde dieses Thema diskutiert. Das Ergebnis: Am kommenden Donnerstag, 21. Mai, zu Christi Himmelfahrt, startet die Gemeinde in Brigachtal mit den Gottesdiensten.

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„Die Bestimmungen sind sehr umfassend“, sagt Pfarrer Dominik Feigenbutz. „Um die Umzusetzen, braucht es Vorlauf.“ Deshalb habe man sich lieber etwas mehr Zeit gelassen. So müssen die Kirchenräume so präpariert werden, dass zwei Meter Abstand zwischen den Kirchengängern besteht. Für die Kirche in Brigachtal bedeute dies, das die Anzahl der Plätze von über 400 auf 70 geschrumpft ist. „Jede zweite Bank wird frei bleiben müssen“, sagt Feigenbutz.

Um zu verhindern, dass sich die Leute beim Hinein- und Hinausgehen begegnen, wurden zudem ein fester Eingang und ein fester Ausgang eingerichtet. Das Tragen eines Mundschutzes wird empfohlen – zwingend ist es aber nicht. Was es auf keinen Fall geben soll, sind Absperrbänder in der Kirche, versichert Feigenbutz. Stattdessen wird mit Sitzkissen darauf hingewiesen, welche Bänke freibleiben sollen.

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Die Verringerung der Plätze hat eine weitere Auswirkung: Der Besuch der Gottesdienste ist nur mit einer vorherigen Anmeldung im Pfarrbüro möglich. Diesen Schritt begründet Pfarrer Feigenbutz damit, dass er die Menschen lieber im Vorfeld enttäuscht, als sie an der Kirchentür abzuweisen, wenn kein Platz mehr für sie ist. „Ich bin nicht glücklich darüber. Die Situation lässt aber nichts anderes zu.“

Trotz allem sieht Pfarrer Feigenbutz einen Lichtblick in der Corona-Krise: Diese sei eine Chance, sich zu Verändern und Neues auszuprobieren. Etwa Gottesdienste unter der Woche mit anderen Uhrzeiten. Oder Angebote, die eher meditativ sind, mit musikalischer Begleitung und der Möglichkeit, sich Notizen zu machen. „Die Kirche war nicht tot während Corona. Sie hat neue Formen gefunden.“

Die Heilige Messe sei nicht die einzige Form, den Glauben auszudrücken, ist Dominik Feigenbutz überzeugt. Und viele Menschen hätten ihm erzählt, dass sie es genossen haben, nicht mehr von Termin zu Termin hetzen zu müssen.

Weitere Gottesdienste finden statt in Unterkirnach am 24. Mai, in Tannheim am 31. Mai und in Pfaffenweiler am 7. Juni

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