Wo er wächst, ist höchste Vorsicht geboten: der Riesenbärenklau. Frank Krebs hat die Pflanze diese Woche entlang des neuen Radwegs zwischen Marbach und Brigachtal an der Brigach entdeckt.

Beim Spaziergang entdeckt

Der Brigachtaler ist jeden Tag mit seinem Hund unterwegs und da ist ihm auch gleich aufgefallen, dass da etwas sprießt, was dort bislang noch nicht war und für Menschen bei Berührung gefährlich werden kann.

Links neben der Brigachbrücke blüht es weiß: Das ist Riesenbärenklau im jungen Stadium.
Links neben der Brigachbrücke blüht es weiß: Das ist Riesenbärenklau im jungen Stadium. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Schlimme Verätzungen drohen

Alle Teile der ursprünglich aus dem Kaukasus stammenden Pflanze, insbesondere der Saft, sind giftig. Speziell unter Sonneneinwirkung löst der Saft eine phototoxische Reaktion auf der Haut aus, deren Folgen einer schweren Verbrennung oder Verätzung gleichkommen können.

Stadt VS ist nicht zuständig

Da Frank Krebs um diese Wirkungsweise wusste, hat er das auch umgehend der Stadt Villingen-Schwenningen gemeldet. Die zuständige Abteilung Stadtgrün hat sich das auch rasch angesehen und den Sachverhalt bestätigt. Da sich die Pflanzen aber schon auf der Gemarkung von Brigachtal befinden, haben die Fachleute die Angelegenheit auch gleich dorthin weitergeleitet.

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Gemeinde reagiert umgehend

Auch hier hat man sofort reagiert und die Pflanzen inspiziert, musste aber vor Ort feststellen, dass sich die giftigen Pflanzen zwar direkt entlang des Radweges befinden, aber auf einem privaten Grundstück.

Brigachtal kann nicht eingreifen

„Uns sind hier in diesem Fall die Hände gebunden“, so Eric Elsäßer vom Bauamt. Man habe aber sogleich den Grundstückseigentümer angeschrieben mit der dringenden Bitte für die komplette Entfernung dieser giftigen Pflanzen zu sorgen. Ob und wann das geschieht ist derzeit noch offen, ebensowenig gibt es eine Verpflichtung für den Grundstücksbesitzer das auch zu tun.

Die Giftpflanze in der Nahaufnahme.
Die Giftpflanze in der Nahaufnahme. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Sehr aufwändige Beseitigung

Dabei ist es nicht einfach, den Bärenklau zu entfernen. Aufgrund seiner toxischen Eigenschaften muss man hier mit Schutzanzügen und großer Sorgfalt vorgehen. Um die weitere Ausbreitung zu unterbinden, muss man auch seine Wurzeln komplett ausgraben. Bei einem größeren Feld wie im Falle von Brigachtal braucht man dazu eigentlich schon einen Bagger.

Giftplanze breitet sich schnell aus

Wenn das nicht geschieht, ist schnell mit einer weiteren Versamung des Umfeldes zu rechnen. Und in der Tat sind schon kleine neue Pflanzen an anderen Stellen in der Umgebung zu sehen. So zeigt sich auch Eric Elsäßer besorgt: „Wir lassen das täglich von unseren Bauhofmitarbeitern begutachten und werden diese giftigen Pflanzen sofort entfernen, sobald sie sich auch unseren gemeindeeigenen Grundstücksflächen ansiedeln.“

Selbst leichteste Berührungen unbedingt vermeiden

So lange aber der Riesenbärenklau weiter so prächtig wächst und gedeiht, ist für Radfahrer und Spaziergänger höchste Vorsicht geboten, denn selbst die leichteste Berührung kann sehr schmerzhafte Reaktionen auslösen.