Bereits bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2020 wurde beschlossen, die Feuerwehr Brigachtal als Gesamtwehr, also ohne den Zusatz der Ortsteilnamen, zusammenzuschließen. Seinerzeit war Kommandant Sascha Eichkorn optimistisch, dass diese Neuausrichtung auch gelingen würde und sagte auch zu, sich im Fall einer Wahl als Kommandant der Hauptwehr zur Verfügung zu stellen. Diese Zusage gilt auch heute noch, mehr als ein Jahr später, doch die geplante Gründungsversammlung wird wohl frühestens Ende Mai 2021 stattfinden. Der SÜDKURIER sprach nun mit dem langjährigen Kommandanten über die Situation und die Aussichten für die Brigachtaler Feuerwehr.

  • Die Zusammenlegung: „Wir haben in unserem Reorganisations-Team die Vorbereitungen zu der einen gemeinsamen Feuerwehr Brigachtal bereits erfolgreich abgeschlossen, der Prozess war in jeder Phase zu 100 Prozent konstruktiv, denn in einer Gruppe von cirka 15 Personen hatten wir alle möglichen Themenfelder abgearbeitet, von Führungsstruktur, über Proben- und Ausbildungsplanung, Kassenwesen, bis hin zu Unterstützungsfunktionen“, berichtet Eichkorn zur Zusammenlegung der Wehr. Dadurch stehen den Aktiven, wie bisher, alle Möglichkeiten offen, sei es bei der Ausbildungsplanung, bei Teilnahmen an kameradschaftlichen Veranstaltungen oder auch beim Festbetrieb.
  • Gemütslage der Wehr: Ein wenig anders sieht es bei der angeschlagenen Gemütslage aus, die Eichkorn so zusammen fasst: „Die Feuerwehr ist weiterhin intakt, aber die Moral der Truppe leidet spürbar, jeder vermisst seine Kameraden und Kollegen.“
Das könnte Sie auch interessieren
  • Hoffnung auf Probenbetrieb: Noch schwerer wiege die fachliche Situation, worüber sich der Kommandant ebenfalls große Sorgen macht: „Wer über Monate hinweg keinen Ausbildungsbetrieb mehr aufrechterhalten kann, der wird irgendwann die Konsequenzen spüren und wo nicht geübt wird, sind auch keine Routinen mehr vorhanden“, so die niederschmetternde Prognose des Kommandanten über die aktuelle Situation. Derzeit ist die Hoffnung natürlich groß, dass die Mitglieder bald wieder grünes Licht bekommen, in Kleinstgruppen einen Probenbetrieb zu starten, so wie es ihn ganz kurz im zweiten Halbjahr 2020 gab. Der Terminplan der Wehr für 2021 war von Beginn an darauf ausgelegt worden, mit einem Kleingruppenkonzept fortzufahren. So habe man die Gruppen in zehn Mann unterteilt und entsprechende Terminserien geplant, hieß es von der Wehr. „Doch noch warten alle Wehren auf ein Okay aus dem Landratsamt oder vom Kreisbrandmeister“, sagt Sascha Eichkorn. „Wie alle wünschen wir uns wenigstens kleine Schritte, das aber ohne vorherige, groß angelegte Sitzungstermine. Schön wäre eine neue Normalität, und sei es in einer Kleinstgruppe, mit FFP2-Maske im Gesicht“, so der Kommandant.
  • Neuanschaffung: Die Wehr hatte für 2021 auch noch einige Projekte geplant, wie beispielsweise die Neubeschaffung eines MTW, auf den man in 2020 aus Einspargründen jedoch verzichtet hatte.