„Wir sind noch nicht tot, auch Corona lässt Leben zu“, sagte der Initiator des kulturellen Herbstes, Josef Vogt, bei der Programm-Vorstellung. Auch Bürgermeister Michael Schmitt freute sich sichtlich, dass das kulturelle Leben in seiner Gemeinde nun wiederbelebt wird. Vielen jungen Künstlern, für Erwachsene, aber auch für Kinder, wird eine Auftrittsmöglichkeit geboten. Geplant ist eine musikalische Reise durch die Epochen. Freilich ist das Programm Corona-bedingt deutlich minimiert, was dem neu aufgelegten Flyer zu entnehmen ist.

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Starten wird das Programm mit dem bekannten Gebert-Ensemble aus Villingen-Schwenningen, das am Sonntag, 27. September, ab 17 Uhr in der Martinskirche geistliche und weltliche Musik bieten wird. Das Konzert ist dem anno 1720 in Horb am Neckar geborenen Abt und Musikforscher, Martin Gebert gewidmet, der einst auch die Rothaus-Brauerei gründete. Von der Barockzeit bis zu Gegenwart werden Musikstücke präsentiert. Weiter geht es am Sonntag, 4. Oktober um 15 Uhr im Pfarrsaal: Das Duo Revelio mit Anissa Baniahhmad (Flöte) und Jesse Flowers (Gitarre) gestaltet unter dem Motto „Kinder begegnen Klassik“ eine Zeitreise durch verschiedene Länder und Zeitepochen. Pfarrer Dominik Feigenbutz begrüßt diese Idee besonders: „Kultur hat auch viel mit Kindern zu tun“, sagte er. Am Abend um 18.30 Uhr in der St. Martinskirche gestaltet das Duo Revelio dann ein Preisträgerkonzert. Flowers ist Preisträger zahlreicher, internationaler Wettbewerbe und ein Meister der Gitarre, Baniahhmad war bereits Bundespreisträgerin bei Jugend musiziert und wirkt heute an der Berliner Universität für Künste.

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Ein Höhepunkt im kulturellen Herbst ist in diesem Jahr die Präsentation von Leben und Werk des Musikgenies und Opernstars Johann Baptist Krebs. Cheforganisator Josef Vogt lädt dazu am Sonntag, 11. Oktober, zur um 17 Uhr beginnenden Veranstaltung in die St. Martinskirche. Im „Gesprächskonzert“ erinnern Josef Vogt und Friedemann Kawohl vom Baarverein an den einstigen Opernstar. Krebs feierte einst an der Stuttgarter Oper große Erfolge und stieg dort bald zum Publikumsliebling auf. Leider ist das Wirken des Brigachtaler Heimatsohns hierzulande fast vergessen. Gemeinderat und Krebs-Biograf Josef Vogt will dies ändern und gerne ein Krebs-Denkmal in Überauchen initiieren. Ein Vorankommen sollen die Ausführungen zum anno 1774 in Überauchen geborenen Krebs einleiten. Hier werden das wechselvolle Leben des singenden Wunderkindes gründlich beleuchtet und so dem Zuhörer näher gebracht. Das Finale des kulturellen Herbstes startet um 18.30 Uhr in der Allerheiligenkirche: Marius Mack nimmt an der bekannten Brigachtaler Matthis-Orgel Platz und gibt unter dem Motto „20 Jahre Matthis-Orgel“ ein Orgelkonzert.

Voranmeldungen sind für alle Veranstaltungen erforderlich, die Teilnehmergrenze liegt bei 80 Personen: buergerservice@brigachtal.de oder Telefon (07721) 29 09 24. Weitere Infos bei Josef Vogt, Telefon (07721) 4206

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