Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat die Vereine und das gesellschaftliche Leben voll im Griff – auch in Brigachtal. So gab es in allen Bereichen der Vereine und des gesellschaftlichen Lebens zahlreiche Absagen. Das Vereinsjahr scheint damit beendet zu sein.

Schöner Start im September

Noch im September startete der kulturelle Herbst frohen Mutes mit einigen schönen Konzert-Veranstaltungen. Das Orgelkonzert am vergangenen Sonntag musste Organisator Josef Vogt aber auf Grund der Corona-Fälle in Brigachtal schweren Herzens absagen. „Ich wollte mich natürlich solidarisch zeigen“, so Vogt. Weitere kulturelle oder musikalische Termine im Rahmen des kulturellen Herbstes sind nicht mehr geplant, hieß es.

Bangen um die Dezemberträume

Und ob die Dezemberträume mit dem Nachwuchs des Akkordeonvereins oder das Adventskonzert des Musikvereins, beides Anfang Dezember geplant, in irgendeiner Form stattfinden können, ist mehr als ungewiss. Indes wurde nun auch der Volkstrauertag mit Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal gestrichen.

Vereine im Hintertreffen

Insbesondere die Vereine sind mit ihren Jahreshauptversammlungen durch Corona ins Hintertreffen geraten. Die meisten wollten im März oder April tagen – dann kam der Lockdown, sodass alle Versammlungen abgesagt wurden. Eigentlich ist jeder Verein verpflichtet, einmal jährlich einen Bericht über die Vereinsaktivitäten und den Kassenstand an die Mitglieder zu kommunizieren. Dies wollten viele im Herbst nachholen. Kürzlich konnten noch die Kegler, der FC Brigachtal und die Überauchener Gymnastikdamen ihr Jahresresümee ziehen, dann war auch schon wieder Schluss. Betroffen sind etwa die Schorenhexen, der Gesangverein Harmonie und die Leichtathletik- und Turngemeinschaft (LTG), die ihre Versammlungen von März auf Oktober verschoben hatten und nun auf Druck der Gemeinde wieder abgesagt haben.

Vereine wollen zur Kontaktreduzierung beitragen

Die Verordnungen würden die Versammlung zwar grundsätzlich zulassen, doch nun habe sich die Vereinsführung für eine endgültige Absage entschieden, erklärt die Vorsitzende der LTG, Brita Krebs: „Wir sind zwar davon überzeugt, dass das Schutzkonzept in der Kirchdorfer Turnhalle gewährleistet gewesen wäre und das Sicherheitskonzept eine Ansteckungsgefahr minimiert hätte, dennoch halten wir es für unsere solidarische Pflicht, diesen Schritt zu gehen“, so Krebs. Damit möchte der Verein die Appelle der Gemeindeverwaltung zur Kontaktreduzierung unterstützen. Für einen gemeinnützigen Verein sei dies kein leichter Schritt, denn es hätten in diesem Jahr Wahlen und viele Ehrungen angestanden. Die Amtsinhaber hätten sich nun bereiterklärt, ihr Amt bis zur nächsten Wahl beizubehalten, hieß es. Es sei zudem vorgesehen, dass die Abteilung- und Kassenberichte schriftlich verfasst und über die Homepage veröffentlicht werden.

Ehrungen so bald wie möglich

Sobald sich die Lage für den Schwarzwald-Baar-Kreis entspanne und ein Treffen mit mehreren Personen problemlos möglich sei, wird der Verein seine jugendlichen Sportler für ihre sportlichen Erfolge in 2019 ehren. „Es ist denkbar, dass dies im Anschluss an ein Training geschehen wird. Ähnlich könne auch mit der Übergabe der Sportabzeichen an die erwachsenen Sportler verfahren werden, sagte Krebs.

Die Trainerinnen haben viele Ideen

Wenigstens ist laut aktueller Corona-Verordnung der Sportbetrieb derzeit noch möglich. Der Verein möchte nun alles daran setzen, weiterhin das sportliche Angebot aufrechterhalten zu können. Es sei nicht immer einfach, ein abwechslungsreiches Training unter Einhaltung größtmöglicher Abstände zu organisieren. Laut Krebs hätten die erfahrenen Übungsleiterinnen des Vereins jedoch viele Ideen, wie man auch Kindern den Trainings- und Übungsbetrieb auf Distanz vermittelt und gleichzeitig Spaß haben kann.

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