Das allseits beliebte Tasteninstrument tauschte der Brigachtaler Akkordeonverein am Osterwochenende kurzerhand gegen Schneebesen und Rührschüssel. Auf diese Weise entstanden exakt 107 leckere Kuchen, die von insgesamt 25 Kuchenbäckerinnen und auch ein paar männlichen Helfern hergestellt wurden.

Am Karsamstag wurden die süßen Kreationen dann per „Kuchentaxi“ an die Brigachtaler Bevölkerung verteilt. „Es war richtig toll, die Kuchen auszufahren und auf diese Weise in viele strahlende Augen zu blicken“, freute sich Anette Hildebrand, Vorsitzende des Akkordeonvereins am frühen Samstagabend, als die ganze Arbeit erledigt war. Groß war die Freude auch Rentnerin Marlies Brangenberg, die gleich vier Kuchen bestellt hatte und eine der ersten war, die beliefert wurde.

In der Schützenstraße nahm Alexandra Binder eine Käsesahne und eine Schwarzwälder Kirschtorte in Empfang. Ebenfalls zwei Kuchen überreichte Rafael Furtwängler vom Akkordeonverein an Familie Weißmann, die sich ebenfalls riesig freuten und wie alle Abnehmer einen schönen Obolus für die Vereinskasse gaben. „Ihr könnte das Geld sicher für die Nachwuchsarbeit gut gebrauchen“, bemerkte Hannelore Weißmann.

Zwei Torten, samt Ostergrüße, übergibt der ehrenamtliche Tortentaxifahrer, Rafael Furtwängler (links) vom Akkordeonverein an Hannelore und Günter Weißmann. Das Ehepaar freut sich riesig darüber und lobt die Aktion ausdrücklich.
Zwei Torten, samt Ostergrüße, übergibt der ehrenamtliche Tortentaxifahrer, Rafael Furtwängler (links) vom Akkordeonverein an Hannelore und Günter Weißmann. Das Ehepaar freut sich riesig darüber und lobt die Aktion ausdrücklich. | Bild: Klaus Dorer

Am Ende hat sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt, berichtet Christina Käfer, Mitorganisatorin vom Akkordeonverein. Dass die Nachfrage derart groß sei, war schon ein wenig überraschend, so die Verantwortlichen, die sich über so viel Solidarität der Bürger freuen konnten. Natürlich lag es auch an der großen Auswahl mit völlig verschiedenen Kuchen, denn ob Rüblitorte, Käsesahne oder Eierlikörtorte sowie Käsekuchen, alles war zu haben. Und mit dem Schokokuchen war sogar eine vegane Variante dabei.

Bereits am Karfreitag wurde in der großen Schulküche in Klengen nach Herzenslust gerührt, geknetet und gebacken. Immer in Zweier-Teams, mit Maske und genügend Abstand, versteht sich. Am Samstagmorgen ging‘s weiter.

Mit dabei auch Dirigentin des Vereins, Uta Borho, die sich im Vorfeld überlegt hatte, wie können wir, an Ostern ein wenig Freude schenken und so das Tortentaxi erfand. Und es sei auch für die Mitglieder richtig schön gewesen, wieder Mal etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen, berichtet sie weiter. Ob es eine Neuauflage geben wird? „Schauen wir Mal“, sagte Vereinschefin Anette Hildebrand.