Voll besetzt waren die Plätze im Klengener Vereinsheim jetzt bei einer beliebten Tradition zum Jahreswechsel: Das Paschen an Silvester, ein Würfelspiel, ging im Vereinsheim wieder über die Bühne.

So saßen dort auch bei diesem Jahreswechsel Jung und Alt in froher Runde vereint zusammen, um gemeinsam diesen alten Brauch zu pflegen. Die jüngsten Teilnehmer waren Hannes und Leni Bertsche, die zusammen mit Opa Franz beim FC mitmachten.

Hannes und Leni Bertsche sind beim FC die jüngsten Teilnehmer und haben sogar Glück: Stolz präsentieren sie diesen besonders schönen Neujahrskranz, den sie gerade gewonnen haben.
Hannes und Leni Bertsche sind beim FC die jüngsten Teilnehmer und haben sogar Glück: Stolz präsentieren sie diesen besonders schönen Neujahrskranz, den sie gerade gewonnen haben. | Bild: Klaus Dorer

Lautstarke Freude an den Tischen

Los ging’s schon am frühen Nachmittag und schnell waren die ersten Kränze aus Hefezopf gewonnen, was an manchen Tischen lautstarke Freude auslöste. Auch ein ganz alter Hase ist Elektromeister Heinrich Eichkorn, der allerdings nach gut einer Stunde würfeln noch keinen Kranz hatte.

"Gehört einfach zu Silvester dazu"

Erfolgreicher war da schon die Grüninger Ecke, Armin Maier und Co, wo sich schnell ein ganzer Stapel angehäuft hatte. Reinhard Neumann und Ralf Effinger sind ebenfalls mit dabei und berichten, dass Paschen eine über 30-jährige Tradition habe „und daher zu Silvester einfach dazugehört“.

FC-Urgesteine mit von der Partie

Auch am Seniorentisch nebenan wurde eifrig gewürfelt. Da waren die FC-Urgesteine wie die Weißmanns, die Hirts oder die Effingers unter sich und hatten nach gut zwei Stunden mehrere Stapel auf den Simsen im Vereinsheim aufgehäuft.

Auch im Feuerwehrgerätehaus wird an Silvester bei bester Laune gewürfelt. Dazu servieren die Buben von der Jugendwehr auch traditionell Wienerle mit Senf. Organisiert hat das Ganze wieder Gemeinderat Theo Effinger (ganz rechts).
Auch im Feuerwehrgerätehaus wird an Silvester bei bester Laune gewürfelt. Dazu servieren die Buben von der Jugendwehr auch traditionell Wienerle mit Senf. Organisiert hat das Ganze wieder Gemeinderat Theo Effinger (ganz rechts). | Bild: Klaus Dorer

Brigachtal als Hochburg des Paschens

Dass Brigachtal eine richtige Hochburg ist, zeigte sich daran, dass an verschiedenen Orten gepascht wurde. Den Anfang machte wie immer die Kolpingsfamilie, die schon zwischen den Jahren um die leckeren Hefekränze würfelte. Hier machten auch gut ein Dutzend Kinder und zahlreiche Erwachsene mit. Voll besetzt war zum Jahresabschluss auch der Gruppenraum im Feuerwehr-Gerätehaus. Am Ende wurden hier 80 Kränze verteilt. Gemeinderat Theo Effinger hatte die Veranstaltung wiederum organisiert und die Kränze auch besorgt.

Wie das Würfeln richtig funktioniert

Doch wie funktioniert das eigentlich? Kommandant Sascha Eichkorn erklärt die Rahmenbedingungen beim Würfeln: Jeder Teilnehmer hat die Aufgabe möglichst ein Pasch zu würfeln, also einen Wurf, bei dem alle drei Würfel die gleiche Augenzahl anzeigen. Drei Einser sind das Maximum. Die Eins zählt 100, die Sechs ergibt immerhin noch 60 Punkte. Dabei zahlt der Spieler jeweils 50 Cent in ein Kässchen ein.

Ein reines Glücksspiel

Ist genug Geld für den Kranz beisammen, beginnt die eigentliche Gewinnerrunde. „Es ist wirklich ein reines Glücksspiel“, betont Eichkorn. Denn ein Kranz wird an jenen Spieler vergeben, der den höchsten Pasch oder zumindest die höchste Augenzahl vorweisen kann. Und das ist eben reine Glückssache.

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