Brigachtal – Mit einem Treffen der Gaggenauer Unimogfreunde lockte die Regionalgruppe Schwarzwald-Baar auch diesmal zahlreiche Gäste in den Brigachtaler Steinbruch, wo es zahlreiche Vorführungen rund um den Unimog gab. Zuvor waren viele Aussteller angereist. Sogar aus der Schweiz und Österreich waren Gäste gekommen. Gernot Längle, Andreas Kiechle sowie Emil Maringele aus Arlberg in Österreich waren am weitesten angereist.

Früh fanden sich zahlreiche Interessierte beim riesigen Gelände im Brigachtaler Steinbruch ein. Auf den staubigen Pisten konnte sich der Kletterkünstler Unimog, das Universale Motorgerät, besonders gut in Szene setzen. Probesitzen oder sogar eine Runde mit einem erfahrenen Unimogfahrer drehen war besonders bei den Jungs und ihren Vätern schwer angesagt, während die Mütter alles meist aus sicherer Entfernung beobachteten. Denn teilweise ging’s ganz schön den Berg runter. „An manchen Stellen haben wir ein Gefälle von 80 Prozent“, erklärt Robin Koch, der mit dem Feuerwehr-Unimog seines Vaters und Chef-Organisator Richard Koch mehrere Stunden Beifahrer über die Buckelpiste und den Steinbruch hoch beförderte. Dieser Feuerwehr-Unimog aus dem Jahr 1965 mit 82 PS war bei den Kindern besonders beliebt.

Man sah man aber auch den Brigachtaler Unimog-Veteranen Georg Steidle, der diverse Motorsägen vorführte. Brigachtals Wassermeister Gotthard Klocker bekam sogar einen kostenlosen Säge-Crash-Kurs. Auch das technische Hilfswerk (THW) aus Donaueschingen rückte an. Später wurde gezeigt, wie per Hebekissen und Rundschlinge ein dicker Masten von über einer Tonne Gewicht angehoben werden kann. Andreas Stehle erklärte den Gästen über Mikrofon, wie das Ganze funktioniert.

Mit dabei auch Lohnspalter Erich Dold aus Trossingen. Brennholz-Erich, wie er genannt wird, führte mit einem so genannten Kransägespalter vor, wie dicke Holzstämme zerkleinert werden. Alfred Welte aus Ippingen wiederum zeigte mit seinen Unimog 411 aus dem Jahr 1963 eindrücklich, wie man mit dem Unimog auf einer Wippe die Balance halten kann.

An beiden Tagen kamen zahlreiche Besucher. Und auch die Unimogfreunde Nordschwarzwald waren auf Stippvisite in Klengen. „Wir freuen uns, dass weit über 100 Fahrzeuge gekommen sind“, sagte Koch gegen Ende der zweitägigen Veranstaltung. Gut möglich sei es daher, dass in zwei Jahren wiederein solch’ rustikales Unimogtreffen stattfindet. Derzeit wird überlegt, ob das Treffen nach Grüningen verlegt wird, wo seit den 1990-Jahren immer wieder auch schon solche Treffen stattfanden.

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Der Unimog

In der nun bald 70-jährigen Geschichte der Universalen Motorgeräte (Unimog) wurden die unterschiedlichsten Modelle in diversen Farb- und Größenkombinationen im Daimler-Benz-Werk in Gaggenau gebaut. Zunächst in erster Linie als forst- und landwirtschaftliches Nutzfahrzeug entwickelt, hat der "Alleskönner mit Mercedesstern" längst Kultstatus erreicht. Die ursprünglich mit 25 PS gebauten Fahrzeuge haben heute bis zu 300 PS und sind sogar für Autobahnen zugelassen. (kd)