Mit Alpakas auf Du und Du: Acht SÜDKURIER-Leser durften am Freitagnachmittag bei einer Alpaka-Wanderung im Rahmen der Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ teilnehmen. Simon Kiefer, Jungbauer des Bauernhof Mühle in Brigachtal-Überauchen, und seine neun kuscheligen Alpakas begrüßten die Gewinner der SÜDKURIER-Verlosung.

Erstmal beschnuppern

Dann folgte ein gespanntes gegenseitiges Beschuppern. Die Tiere schauten neugierig aus ihrem Gehege und taxierten mit ihren sanften braunen Augen die Neuankömmlinge. Auch die Teilnehmer der Wanderung waren anfangs eher zurückhaltend, hatte doch noch niemand der Anwesenden zuvor Kontakt mit diesen sanftmütigen Tieren gehabt.

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Alle haben Namen

Simon Kiefer stellte alle Tiere namentlich vor, erläuterte eingehend, wie mit den Tieren während der Wanderung umzugehen ist und was es für die Besucher zu beachten gibt. Nach und nach freundeten sich die wolligen Tiere mit den wuscheligen Frisuren und ihre Begleiter an. Ein paar Streicheleinheiten hier, ein paar beruhigende Worte da und schon waren die jeweiligen Zweier-Paarungen aus Alpaka und SÜDKURIER-Leser gebildet.

Gemächlich unterwegs

Gemächlich trotteten die Tiere mit ihren Begleitern auf die weiten grünen Wiesen des Großen Tals hinter Überauchen. Der jüngste Teilnehmer, der fünfjährige Rayan Schmid, der seinen Opa zu dieser Wanderung begleiten durfte, hatte sichtlich Spaß daran, sein eigenes Alpaka führen zu dürfen. Obwohl der kleine Junge normalerweise eher kein Interesse an Tieren habe, wie seine Mutter berichtete, freundete er sich schnell mit seinem Begleittier „Sergio“ an.

Video: Wohlgemuth, Simone

Während die einen Alpakas quasi „bei Fuß“ vor sich hin spazierten, bereiteten andere Tiere ihren Begleitern etwas mehr Mühe. Sabine Disch konnte sich nicht beklagen, da ihr Alpaka „Duplo“ ihr kaum von der Seite wich. „Meine Schüler sind nicht so still,“ sagte die Lehrerin lachend. „Das ist genau das Richtige für Menschen, die eine Atempause vom Alltag brauchen“, meinte Disch. „Statt Tausende von Euros in Entschleunigungs-Workshops oder Seminare zu stecken, sollten manche Manager lieber so eine Wanderung mitmachen. Da ist der Effekt bestimmt größer.“

Balsam für die Seele

Diese Idee hatte Simon Kiefer auch bereits. Der Jungbauer bietet neben Familienwanderungen, auch Wanderungen für Unternehmen und Teams an. Während den Wanderungen mit den schönen Alpakas entstehen nicht selten Gespräche, die im Büro keinen Platz haben. Aber auch bereits das reine Wandern in der Natur ist Balsam für die Seele.

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Pedro ist der Klassenclown

SÜDKURIER-Lesering Anette Held hatte mit ihrem Alpaka „Pedro“ den Klassenclown unter den Alpakas erwischt. Das Tier legte sich zwischendurch immer wieder hin und fraß genüsslich das frische grüne Gras. Eile konnte hier nun wirklich nicht aufkommen. „Das tut richtig gut, auf das Tier warten zu müssen und sich nicht nur nach den eigenen Befindlichkeiten zu richten“, sagte Held. „Es entspannt mich ungemein. Das hätte ich vorher nicht gedacht.“

Wohlige Entspannung

Am Ende des Ausflugs waren sich alle Teilnehmer einig: Mehr Entschleunigung geht nicht und nebenher haben sie noch einiges über die freundlichen Tiere gelernt. Die Aufregung der ersten Minuten hatte sich komplett gelegt und einem wohligen Entspannungsgefühl Platz gemacht. Natalie Muller brachte es auf den Punkt mit ihrer Aussage: „Hier gilt nur noch Kopf aus, Herz an!“

Hofladen öffnet wieder

Ab November plant Simon Kiefer die Wiedereröffnung des Hofladens auf dem Bauernhof Mühle. Im Angebot hat er dann neben verschiedenen Erzeugnissen aus Alpaka-Wolle auch Eier, Nudeln und die Bauernbratwürste, die seine Großeltern früher schon verkauften.

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