Brigachtal – Nach über einem Vierteljahrhundert Pause fand am vergangenen Mittwoch wieder eine Sonnwendfeier auf der Gemarkung Birgachtal statt. Die Landjugend der Gemeinde an der Brigach hatte neben Besuchern aus der Gemeinde und Gästen aus dem ganzen Umkreis, insgesamt 16 Landjugendvereine der Region, eingeladen.

Auch diesmal war die Veranstaltung ein voller Erfolg, es kamen mehr als 500 Besucher aus der ganzen Region, um dem Spektakel beizuwohnen. Später fand im kreisrunden Zirkuszelt eine Mega-Party mit DJ Chris Di statt. Der einheimische Musikverein hatte der Landjugend dieses Zelt zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug half die Landjugend beim Aufbau.

Schon am frühen Abend füllte sich der Festplatz. Aufgrund der hohen Temperaturen blieb das Zelt zunächst allerdings leer. Höhepunkt des Abends war der Umzug, der von der Ortsmitte zur hinteren Wiese auf dem Festplatz führte, wo die Landjugend einen riesigen Holzstapel aufgebaut hatte. Treffpunkt für alle Umzugsteilnehmer war in der Spitalgasse.

Dort sah man am frühen Abend dann die Gruppen in ihren Trachten Aufstellung nehmen. Es gab größeren und kleinen Gruppen. Das Dörfchen Brigach/St. Georgen war gleich mit 19 Teilnehmern vertreten, während andere Gruppen mit weniger Personen vertreten waren. Die größte Gruppe stellte Bräunlingen mit über 30 Umzugs-Teilnehmern. Von weit her kam die Gruppe aus Mauenheim/Kreis Tuttlingen oder aus Schonach. Sie alle wurden mit Fackeln ausgestattet.

Erst dann konnte es losgehen: Die mehr als 300 Umzugsteilnehmer setzten sich langsam in Bewegung. Vorneweg im Zug spielte der Brigachtaler Musikverein, unter der Stabsführung von Volker Rückert, schwungvoll auf. Es folgte zunächst die einheimische Gruppe und das Vorstandspaar Sabrina Käfer und Mike Neininger. Dann kamen die Gruppen aus Aasen, Weiler und Dauchingen. Die Landjugend Dauchingen trug stolz ihr großes Schild mit dem Logo und einem Hinweis zum 56. Kreiserntedankfest, das vom 30. September bis zum 2. Oktober in Dauchingen stattfinden wird, durch die Menge. Dauchingen war im Januar als Austragungsort ausgewählt worden.

Nach etwa 30 Minuten passierten die ersten Gruppen den Bahnhof und bogen auf den Festplatz ein, um auf der Wiese zu warten, bis das große Feuer entzündet wurde. Diese Ehre wurde erstmals dem neuen Kreisvorsitzenden Felix Wenz zu Teil, der das Amt seit April ausübt. Danach wurde noch lange und ausgiebig gefeiert – neben den üblichen Getränken und Cocktails ließen sich die Gäste Steaks und Würtchen vom Grill schmecken. Nach Einbruch der Dunkelheit füllte sich dann auch langsam das Zelt und die Party mit Hits vom Plattenteller konnte starten.

Bilder von der Sonnwendfeier gibt es im Internet auf www.suedkurier.de/bilder

Sonnwend-Feuer

Der 21. Juni ist ein ganz besonderer Tag und hat weltweit eine spezielle Bedeutung. Dann erreicht die Sonne ihren mittäglichen Höchststand über dem Horizont. Man spricht auch von der Sonnenwende, denn danach werden die Tage bereits wieder kürzer. In den Nordländern werden die legendären Mittsommernächte gefeiert, in Petersburg gibt es die so genannten weißen Nächte. Auch in Australien wird die Sonnenwende mit einem großen Fest gefeiert. In Spanien und anderen europäischen Ländern werden aber erst am 23. Juni, dem Johannestag, vielerorts große Feuer abgebrannt. Musik, Umzüge und Spaß kennzeichnen diese spanische Tradition. Die spanische Stadt Alicante gilt als Hochburg der so geannnten Johanni-Feuer. (kd)