Brigachtal – Dass ein Chor-Konzert mit einem Gesangverein nicht unbedingt ein Auslaufmodell sein muss, stellte der Brigachtaler Gesangverein Harmonie am Wochenende bei seinem Herbstkonzert in der Kirchdorfer Festhalle eindrücklich unter Beweis. Die gut 20 aktiven Sängerinnen und Sänger hatten sich mit ihrer Bezirksdirigentin Marianne Kopp in wochenlanger Probenarbeit auf ein abwechslungsreiches Konzert vorbereitet.

Der Gesangverein Harmonie bot bei seinem Herbstkonzert ein schönes, gefälliges Programm. Auch Gesangvereins-Vorsitzende Simone Wohlgemuth (links) singt selbst mit.
Der Gesangverein Harmonie bot bei seinem Herbstkonzert ein schönes, gefälliges Programm. Auch Gesangvereins-Vorsitzende Simone Wohlgemuth (links) singt selbst mit. | Bild: Klaus Dorer

Im Programm bedienten sie dann auch verschiedene Musikstile: So gab es ganz klassische Weinlieder oder herbstliche Volkslieder, ebenso wie Pop-Songs, wie „Wunder geschehen“, von Nena. Am Klavier war auch diesmal Matthias Faller, der die Stücke vortrefflich begleitete. Als Gäste waren der Gesangverein aus Oberkirnach sowie der Brigachtaler Akkordeonverein mit von der Partie. Auch diesmal blieb man dem Konzept, auf zwei Bühnen zu konzertieren, treu. Das kam beim Publikum bestens an, die Pausen wurden dadurch recht kurz gehalten.

Gestartet war das Mundharmonika-Ensemble „Mundharmonie“, unter der Leitung von Birgit Käfer. Erst vor kurzem gegründet, umfasst die Gruppe zwischenzeitlich eine stattliche Anzahl von Musikern, die kraftvoll ihr Instrument bespielten: Gestartet war das Ensemble mit dem melodischen „Plaisir D‘ Amour“, es folgte das verträumte „El Condor Pasa“ und der 60er-Jahre-Welthit von Bob Dylan mit seiner Anti-Kriegshymne „Blowing in the wind“. „Das alte Haus von Rocky Docky“ machte einst den holländischen Sänger Bruce Low berühmt. Als Zugabe wurde noch der Evergreen, „Down to my Riverside„, von Louis Armstrong dargeboten.

Bernhard Berger wird für zehnjähriges singen beim Gesangverein Harmonie von der Vorsitzenden Simone Wohlgemuth geehrt. Berger ist zudem seit zehn Jahren Schriftführer des Gesangvereins.
Bernhard Berger wird für zehnjähriges singen beim Gesangverein Harmonie von der Vorsitzenden Simone Wohlgemuth geehrt. Berger ist zudem seit zehn Jahren Schriftführer des Gesangvereins. | Bild: Klaus Dorer

Der Auftritt des Brigachtaler Akkordeonvereins mit dem ersten Orchester, unter der Leitung von Uta Borho, spannte ebenfalls einen weiten musikalischen Bogen und reichte vom rassigen „Balkan-Fieber“, das einige Trachtentänze beinhaltete, bis zur anspruchsvollen „2012 – Suite in drei Sätzen“, ein Stück, das an die olympischen Spielen in London erinnert. Im „Para una Despedida“ hatte Birgit Käfer mit der Mundharmonika“ einen umjubelten Auftritt. Nicht ohne Zugabe lies man die Musiker von der Bühne. Im letzten Konzertpart berat dann nochmals der Gesangverein Harmonie die Bühne. Gesungen wurden Welthits aus Italien: Lieder, wie „Capriccio“ oder „Wo die Mandelbäume blühen“, erzählten von Liebe, Reisen und rotem Wein.

In der Pause gab es noch eine Ehrung. Bernhard Berger wurde für zehnjähriges Singen bei der Harmonie mit einer Verbandsurkunde ausgezeichnet. Er ist zudem seit einem Jahrzehnt Schriftführer des Traditionsvereins