In der Gemeinderatssitzung Brigachtal gab Johannes Göpel vom Landschaftsarchitekturbüro Freiraumwerkstatt aus Überlingen zum Überauchener Großprojekt „Dorfmitte„ nochmals detaillierte Erläuterungen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Konkretisierung der Ausstattungsdetails und auf den Materialien sowie der Optimierung der geplanten Stellplätze und deren Aufteilung. Bei einer Gegenstimme wurde dem Gesamt-Entwurf zugestimmt.

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Bei den Parkplätzen beim geplanten Dorfhaus in Überauchen gibt es eine deutliche Aufstockung. Denn im Plangebiet in Richtung Süden wurde die Fläche erweitert, so dass die zunächst 32 vorgesehenen Parkplätze auf 41 Parkplätze aufgestockt werden konnten. Dazu kommen noch fünf variabel nutzbare Parkplätze. Allgemeinen Anklang bei den Räten fand die aufgelockerte Gestaltung beim Dorfhaus, mit Bänken und anderen Ausstattungsgegenständen. Auch ein kleiner Bachlauf, wohl in Anlehnung an den Bondelbach, ist geplant. Eine geplante Beleuchtung in diesem Bereich betrachtet Rätin Brita Krebs als übertrieben. „Wir bauen hier keinen Vorplatz wie bei einer Staatsoper“, sagte sie. Sicherheitsbedenken hat Rätin Heike Stöckmeyer: „Was passiert eigentlich im Winter mit dem Bachlauf?“, fragte sie. Dieser Bereich wird über die Wintermonate natürlich abgedeckt werden, gab Göpel Entwarnung. Sicherheitsbedenken hat auch Rolf Kaltenbach: Das Bächle hat an seiner tiefsten Stelle immerhin 25 Zentimeter, für kleine Kinder zu gefährlich. Hier gibt es wohl einen Kompromiss. „Wir können die Tiefe auch auf 15 Zentimeter reduzieren.

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Bei der geringen Begrünung beim neuen Mehrzweckgebäude gab es bei einigen Räten erhebliche Bedenken. Von „zugepflastert“ bis „überdimensioniert“ lauteten die Kommentare. Auf den Punkt brachte es Gemeinderat Albrecht Sieber: „Wir sind hier auf dem Land, das ist mir alles viel zu städtisch“, kritisierte er. Auch die Parkplatz-Situation sprach Sieber an, der zu Gunsten von mehr Begrünung das Kranz-Areal für weitere Parkflächen nutzen würde. Laut Bürgermeister Schmitt wird die Fläche dort jedoch für die Neubebauung und die dazugehörigen Parkflächen benötigt. Die Fläche für die Anlieferung von Waren beim Dorfhaus, beispielsweise bei Festlichkeiten oder Veranstaltungen, hält Gemeinderat Vogt für nicht ausreichend. Die Gemeinde will versuchen, das gesamte Projekt Dorfmitte Überauchen bis 2024 umzusetzen. Zunächst wird das Dorfhaus erstellt. Mit der Fertigstellung wird für Sommer 2021 gerechnet, hieß es.

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Sämtliche Bereiche dieses Gebäudes sind in einer klaren Form unter einem Dach untergebracht. Das Dorfhaus beinhaltet neben zwei Mehrzweckräumen im Erd- und Obergeschoss eine Turnhalle, welche auch als Festsaal für Veranstaltungen dienen soll. Das Gebäude ist in einer Hybridbauweise (Holz und Beton) konzipiert. Holz als regionales und ökologisches Baumaterial wird auch konsequent in der Fassadengestaltung und im Innenraum eingesetzt. Eine Photovoltaikanlage soll den Eigenstromverbrauch decken und zusätzliche benachbarte Gebäude wie das Heimatmuseum und eine neue Kindertagesstätte mit Strom versorgen. Außerdem bildet eine zentrale Heizungsanlage das Herzstück für eine Nahwärmenetz zwischen dem bestehenden Heimatmuseum und der Kindertagesstätte, die im zweiten Bauabschnitt erstellt werden soll. Die Parkflächen und der Straßenbau werden im Anschluss umgesetzt werden. Und auch das Museum wird die Räte in den nächsten Jahren noch beschäftigen.