Brigachtal – 50 Jahre und kein bisschen leise – den runden Geburtstag feierte die Brigachtaler Bläserjugend ausgiebig mit einem fulminanten Jubiläumskonzert. Dem Anlass entsprechend war die Kirchdorfer Halle mit knallbunten Luftballons und Luftschlangen in einen Festsaal verwandelt worden. Im hinteren Drittel der Halle wurde eine bebilderte Ausstellung mit vielen Zeitdokumenten präsentiert, die den Werdegang der Bläserjugend über Jahrzehnte nachzeichnet.

Natürlich gab es unter der Leitung von Christine Wigant auch viel Blasmusik des Jugendorchesters, das vor gut gefüllten Rängen einen klasse Unterhaltungsabend bot. Gut gelaunt war auch der MV-Vorsitzender Udo Fünfschilling, der sich über viele illustre Gäste freute, die ihre Glückwünsche überbrachten. Grußworte überbrachte auch Josef Wangler, Vorsitzender der Tannheimer Musikkapelle. Als Geschenk überreichte Wangler einen kompletten Notensatz. Später sprach auch Heinrich Glunz, Präsident des Blasmusikverbands Schwarzwald-Baar.

  • Rückblende: 16 Dirigenten, darunter Gründungsdirigent Karl Köllemann, Klaus Strobel und Bernd Steiner, haben seit der Gründung die Bläserjugend angeleitet. Etwa 3700-Proben-Stunden könne man seither verzeichnen. Das Jugendorchester hat an die 25 Aktive und tritt seit etwa zehn Jahren als Spielgemeinschaft Tannheim/Brigachtal gemeinsam auf. Das Jugendorchester begleitet auch Theater-Aufführungen. Seit 2016 schwingt die Brigachtalerin Christine Wigant den Taktstock. Neben den musikalischen Auftritten unternehmen die Nachwuchsmusiker auch lustige Hüttenwochenenden, sind sportlich aktiv, gehen eislaufen oder Minigolf-spielen. Die beiden Ansagerinnen, Lea Adamski und Tracy Huber, berichteten von den legendären Aufnahmeritualen, die man eher Hexentaufen zuordnet: So mussten Neulinge ein Gebräu aus Gurkensaft, Würzmischungen und Salami über sich ergehen lassen. Seit 1999 gehörten erstmals über 40 Musiker der Nachwuchs-Kapelle an. Im Jahr 2003 wurde das Eigengewächs Fabienne Stebinger Bundessiegerin bei „Jugend musiziert“. Groß gefeiert wurden auch das zehn- und 25- sowie das 40-jährige Bestehen.
  • Der Konzertreigen: Wunderbar auf den Konzertabend einstimmend, spielten die jungen Talente zunächst das „Highlight from the planes“, von Mark Mancina, bevor ein Hitmix von Michael Jackson präsentiert wurde: Bekannte Welthits wie „Thriller“ und „Man in the mirror“ erklangen. Den Abschluss des ersten Parts bot dann „Bryan Adams“ mit einem gefühlvoll in Szene gesetzten „Everything I do, I do it for you“. Dann hieß es Stühle rücken, denn ehemalige Aktive ergänzten das aktuelle Orchester. Dass sie nichts verlernt haben, zeigten sie dann bei „Summernight Rock“ von Steve McMillan und bei „Rockin’ in the sixties“. Als drittes Stück erklang die Olympia-Hymne von Whitney Houston, „One moment in time“. Zum Finale waren dann stattliche 75 Akteure auf der Bühne. Zu ihnen gehörten auch die Jubilare, die schon bei der Gründung mit dabei waren. Sie spielten „Children of Sanchez“ sowie das Stück „Jugend der Zukunft“. Zum Schluss des gelungenen Konzerts und nach einer Zugabe gab es tosenden Beifall. Viele der Gäste verweilten danach noch länger, bei Häppchen, und stießen bei einem Gläschen Sekt auf ein stimmungvolles Jubiläum an.