Der momentan größten "Baustelle", die neue Mehrzweckhalle in Überauchen, haben die Brigachtaler Gemeinderäte nun grünes Licht erteilt. Schon im Oktober könnte es losgehen, so Bürgermeister Michael Schmitt in der jüngsten Gemeinderatsitzung. Kopfzerbrechen bereiten nach wie vor die Kosten, die nun auf exakt 3,935 Millionen Euro angepasst wurden.

Einige Nachbesserungen

Gleichwohl wird die Mehrzweckhalle als sehr formschön und durchdacht erachtet. "Die Halle hat sicher viel Charme", sagte Gemeinderat Ferdinand Ritzmann. Zu Beginn der Sitzung hatten die Vertreter des federführenden Architekturbüros, Christian Kuberczyk und Siyami Akyildiz die geplante Halle nochmals im Detail anschaulich dargestellt und dabei auch auf einige Änderungen hingewiesen. So werden die Türen ein wenig großzügiger gestaltet und auch im Bereich der Küche/Thekenverlauf wurde noch nachgebessert.

Die Klos sind zu klein

Es folgte eine längere, recht lebhafte Diskussion: Angefangen von der hölzernen Außenfassade oder dem Hallen-Parkettboden, den Jens Löw mit vier Zentimetern Stärke, eindeutig für zu dünn befand, viele Punkte wurden angesprochen. Auf wenig Gegenliebe stieß insbesondere die dürftigen sanitären Anlagen, wo im Männer-WC lediglich zwei, bei den Damen drei Kabinen sowie zwei Urinale vorgesehen sind. "Das ist bei Veranstaltungen mit über 100 Leuten eindeutig nicht ausreichend", meinte nicht nur Gemeinderat Josef Vogt mit Blick in Richtung Bürgermeister. "Das ist notiert, wir denken nochmals darüber nach", so Schmitt.

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Reichen 32 Parkplätze?

Für Diskussionsstoff sorgten 32 Parkplätze, die es bei der Halle lediglich geben soll. Statt einem größeren Parkplatz soll zwischen Dorfhaus und der Kindertagesstätte, eine Art Kommunikationsfläche entstehen. Viele der Räte bevorzugen jedoch eine Kombination aus beidem, sodass temporär, beispielsweise bei Veranstaltungen, diese Fläche auch als Parkplatz genutzt werden könnte. Ansonsten wurde der Plan den Johannes Göpel von der gleichnamigen Freiraumwerkstatt vorstellte, für gut befunden.