Der regelmäßige Kontakt und Austausch mit Bürgern ist ein nützliches Mittel für eine Verwaltung und einen Bürgermeister, um zu erfahren, was die Menschen in einer Gemeinde beschäftigt. Das gilt sowohl für die Probleme der Erwachsenen als auch die der Jugend. Aus diesem Grund hat Bürgermeister Michael Schmitt eine Kinder- und Jugendsprechstunde ins Leben gerufen, bei der die jüngeren Brigachtaler mit ihren Sorgen, Wünschen und Anregungen, aber auch gerne mit lobenden Worten vorstellig werden können.

Die Idee habe er aus Donaueschingen, berichtet Bürgermeister Schmitt. Dort biete Oberbürgermeister Erik Pauly bereits eine solche Sprechstunde für Kinder und Jugendliche an. "In Brigachtal gab es das noch nicht", sagt Schmitt zu dem neuen Angebot in seiner Gemeinde. Zumindest könne er sich nicht daran erinnern. Die Sprechstunde soll zunächst zwei mal im Jahr stattfinden und Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre für sie speziellen Belange vorzubringen. Sollte das Interesse da sein, sei es denkbar, diese Sprechstunde und häufiger anzubieten, meint Michael Schmitt. Zudem können auch Einzeltermine vereinbart werden. "Wir möchten die Chance geben, vorbei zu schauen."

Dass es durchaus sinnvolle Impulse von den jüngeren Bürgern geben kann, habe sich in der Vergangenheit bereits gezeigt, sagte Bürgermeister Schmitt. So kam beispielsweise ein Antrag für einen Basketballkorb aus der Jugend. Dieser Antrag sei aufgenommen, in den Gemeinderat gebracht und schließlich auch umgesetzt worden. "Das ist ein Beispiel dafür, dass auch kleine Dinge funktionieren können", meint Michael Schmitt.

Er ist auch davon überzeugt, dass Kinder und Jugendliche andere Fragen und Wünsche haben und diese auch offener ausdrücken. Kinder seien oft freier mit dem, was sie sagen wollen. Deshalb freue er sich auf die Erfahrung: "Ich bin gespannt."

Die erste Kinder- und Jugendsprechstunde findet statt am Donnerstag, 23. August, von 16 Uhr bis 17 Uhr.