Eine richtig gute Kuh gibt täglich bis zu 40 Liter Milch. Ein Brigachtaler Milchvieh hat sogar ein eigenes Bett, in dem es nur fünf Stunden schläft. Das gab es beim Tag des offenen Hofes im Kinderferienprogramm zu erfahren. Mit über 60 Kindern war der Hoftag komplett ausgebucht. Dieses Mal war Felix Käfer der Gastgeber, Hofbetreiber der 600 Jahre alten Mühle.

Dann konnte es auch schon los gehen, die Führungen begannen: In kleinen Gruppen aufgeteilt, ging es mit erfahrenen Landwirten zunächst in den Stall. Der Wissensdurst war bei manch einem Kind kaum zu stillen. Sie stellten Fragen wie: Was wiegt eine Kuh?

Das ist der jüngste Erdenbürger von Brigachtal mit seiner Mutter Jenny. Das Kalb, mit dem Namen Leon, ist gerade mal drei Stunden alt.
Das ist der jüngste Erdenbürger von Brigachtal mit seiner Mutter Jenny. Das Kalb, mit dem Namen Leon, ist gerade mal drei Stunden alt. | Bild: Klaus Dorer

„Mutter und Kind sind wohlauf“, hieß es gleich bei der ersten Station, wo die Mutterkuh Jenny vor gerade Mal drei Stunden ein gesundes Kälbchen zur Welt gebracht hatte. „Das ist wirklich ein großer Zufall, dass ausgerechnet heute eine Geburt stattfand“, berichtet der Nebenerwerbslandwirt Käfer und präsentierte den Nachwuchs stolz. „Jetzt brauchen wir noch einen Namen für den Kleinen“, forderte Käfer zur Mithilfe auf. Leon wurde immer wieder reingerufen, was dann als Namen auch notiert wurde.

Die Tiere faszinierten sie so sehr, dass manche der Kinder auch nach der Führung noch mal bei den Kälbchen vorbeischauten, die in einem kleinen Iglu untergebracht sind. Manche Jungtiere waren erst wenige Tage alt.

Einige Mädchen fanden gerade die getigerten Kätzchen, die es mehrfach auf dem Hof gibt, besonders süß. Andere wiederum zog es zum Pferdestall, wo zwei schöne braune Pferde zu sehen waren. „Das sind Mutter und Tochter, wobei die Mutter mit 28 Jahren schon ein sehr altes Pferd ist“, erklärte Käfer den Kindern.

Tag des offenen Hofes machte diesmal Station bei der Hofstelle (alte Mühle) Felix Käfer (im Bild) in der Bahnhofstraße. Hier erklärt er anhand von Milch-Tetrapacks, wieviel Milch eine Kuh an einem Tag gibt.
Tag des offenen Hofes machte diesmal Station bei der Hofstelle (alte Mühle) Felix Käfer (im Bild) in der Bahnhofstraße. Hier erklärt er anhand von Milch-Tetrapacks, wieviel Milch eine Kuh an einem Tag gibt. | Bild: Klaus Dorer

Für die technischen Anlagen interessierten sich in erster Linie die Buben. In der Melkstation werden täglich 30 Milchkühe gemolken. Ein überdimensionaler Milchkessel zog alle Blicke auf sich. „Dort werden 1200 Liter Milch auf vier Grad runtergekühlt“, berichtet Käfer. „Wo kommt die Milch dann hin?“, wollte eine Mutter wissen. „Die kommt ins Allgäu, wo sie zu Käse verarbeitet wird“, berichtet Käfer.

„Der Hoftag mit dem guten Wetter und den vielen Teilnehmern ist wieder optimal verlaufen“, sagte am Ende auch Stefan Mink, neuer Chef des BLHV-Ortsvereins (Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband). Dieser hatte die Veranstaltung zusammen mit der Landjugend organisiert. Es wurden Milchgetränke mit Schoko-, Erdbeer- oder Bananengeschmack kostenlos gereicht. Dazu gab es frische Brezeln.

Dicht umlagert war auch wieder die Bullriding-Station. Dort hatten die Kinder auf der vereinseigenen Anlage der Landjugend richtig viel Spaß. Erst am frühen Abend machten sich die Kinder auf den Heimweg.

Dicht umlagert ist immer die Bullriding-Station. Dort haben die Kinder auf der vereinseigenen Anlage der Landjugend sichtlich Spaß. Hier versucht gerade der achtjährige Lennart auf dem Kunstbullen sein Glück.
Dicht umlagert ist immer die Bullriding-Station. Dort haben die Kinder auf der vereinseigenen Anlage der Landjugend sichtlich Spaß. Hier versucht gerade der achtjährige Lennart auf dem Kunstbullen sein Glück. | Bild: Klaus Dorer