Für den Brigachtaler Seniorenverein mit Max Hirt als Vorsitzendem sind die Fahrpreise beim Ringzug ein Unding. Rechne man die Kosten auf einen Kilometer um, so kommt man auf 70 Cent. Vielerorts müsse man lediglich elf Cent pro Kilometer aufwenden, kritisieren die Senioren.

Mit einer Unterschriftenaktion will der Seniorenverein nun der Preisentwicklung entgegenwirken. Bis dato haben sich schon 100 Personen eingetragen, sagte Hirt bei der Jahreshauptversammlung. Bei 2500 Wahlberechtigten Bürgern in Brigachtal seien 1000 Unterschriften das erklärte Ziel.

3000 Stunden im Einsatz

Entsprechende Listen liegen unter anderem im Brigachtaler Rathaus, aber auch im Schützenhaus aus. Neben dem Ärgernis Ringzug standen bei der jüngsten Hauptversammlung jede Menge erfreuliche Zahlen, Fakten und vor allem vielfach geleistetes bürgerschaftliches Engagement im Mittelpunkt.

So konnte der Seniorenverein "Füreinander" auf ein wiederum erfolgreiches Jahr zurückblicken. Nicht ohne Stolz konnte Max Hirt nunmehr 234 Mitglieder vermelden, was einen Höchststand darstelle. Vielfach wurde wieder ehrenamtlich geholfen: So wurden im abgelaufenen Jahr 360 Stunden bei 285 Einsätzen von den 29 Ehrenämtlern abgeleistet.

Seit der Gründung vor sieben Jahren waren die ehrenamtlichen Helfer bei 1573 Einsätzen fast 3000 Stunden im Einsatz.

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Dass auch die Geselligkeit großgeschrieben wurde, zeigte der Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Neben den regelmäßigen Treffen im Vereinsraum wurde die Landesgartenschau in Lahr besucht. Über die Welt der Kräuter referierte Klothilde Ritzmann.

Das Sommerfest wurde erstmals beim Schützenhaus abgehalten. Dass auch die Kasse stimmt, dafür sorgt seit Vereinsgründung Kassenwartin Brunhilde Trewer. Trotz einiger Ausgaben blieb am Ende ein kleiner Überschuss übrig.

Zusätzliches Geld

"Füreinander" klärt auch über Rechtsfragen auf und bietet Betreuungsleistungen an. Auch die Direktabrechnung mit der Pflegekasse wurde bei der Hauptversammlung angesprochen. "Unsere Mitglieder können unsere Vereinsleistungen abrechnen lassen, viele wissen vermutlich gar nicht, dass zusätzliches Geld beantragt werden kann", so Hirt.

Krippe lockt viele

Als Bürgermeister-Stellvertreter dankte Theo Effinger den Senioren für die geleistete Arbeit, vor allem bei den zurückliegenden Verkehrszählungen. Der Seniorenverein "Füreinander" hatte auch großen Anteil, dass eine neue, 5,60 Meter lange Weihnachtskrippe nun schon zum zweiten Mal im Martinssaal präsentiert werden konnte.

Über 700 Interessenten haben in der Weihnachtszeit die Krippenlandschaft besucht und konnten sich an den informativen Führungen von Max Hirt erfreuen, der auch hier federführend wirkte. Beim Ausblick nannte Hirt noch den geplanten Jahresausflug, der am 27. Juni an den Bodensee führen soll.

Auch eine Schifffahrt steht auf dem Programm. Und das Sommerfest der Senioren wird am 18. Juli erneut im Schützenhaus stattfinden. Bereits am 4. April ist um 16.30 Uhr bei der Füreinander-Stunde eine Osterbastelaktion geplant, hieß es abschließend beim gut besuchten Jahrestreff.