Brigachtal – Dass das Dorffest in diesem Jahr besonders bunt wurde, dafür sorgte der Brigachtaler Graffiti-Künstler Jonas Fehlinger: Ein überdimensionales Graffiti, das unter seiner Hand live vor Ort entstand, zog zahlreiche Besucher in ihren Bann. So auch die zehnjährige Sophia: "Ich wäre auch gerne ein Sprayer", meinte sie, als sie dem Künstler über die Schulter schaute. 

Die Familie Depperich im Gespräch mit dem Graffiti-Künstler Jonas Fehlinger. Das Werk (hinten) hat der 26-jährige Brigachtaler schon fast fertiggestellt.
Die Familie Depperich im Gespräch mit dem Graffiti-Künstler Jonas Fehlinger. Das Werk (hinten) hat der 26-jährige Brigachtaler schon fast fertiggestellt.

Neben der großen Wand gab es auch kleinere Wände mit großen LKW-Planen, die dann von jungen Festbesuchern bemalt werden konnten.

Selina und Leonie beim Bemalen der Plakatwand, die beim Dorffest dafür zur Verfügung gestellt wird.
Selina und Leonie beim Bemalen der Plakatwand, die beim Dorffest dafür zur Verfügung gestellt wird.

Insgesamt war für die Kinder einiges geboten. So wurde ab Sonntagnachmittag der Platz hinter der Festwiese geöffnet und von der LTG in ein kleines Kinderparadies verwandelt. Dort gab es Sport- und Bastelspaß.

Bastelspaß beim Dorffest: Das Angebot bei der LTG war umfassend, es war für jeden etwas dabei. Diese Mädchen haben auf jeden Fall richtig viel Spaß.
Bastelspaß beim Dorffest: Das Angebot bei der LTG war umfassend, es war für jeden etwas dabei. Diese Mädchen haben auf jeden Fall richtig viel Spaß.

An allen drei Tagen stand wiederum der "Snake-Tree" zur Verfügung, Ein Stückchen weiter befand sich die Kegelbahn des hiesigen Clubs, wo sich viele Kinder unter fachkundiger Anleitung vergnügen konnten. Auf dem Festplatz war weniger los als sonst. Vor den Buden in der Platzmitte bildeten sich jedenfalls bei weitem nicht die gewohnt langen Warteschlangen.

Die achtjährige Lea wird hier für den "Snake-Tree" (Kletterbalken) vorbereitet.
Die achtjährige Lea wird hier für den "Snake-Tree" (Kletterbalken) vorbereitet.

Eher zweigeteilt fiel daher die Bilanz für das Dorffest 2018 aus. Während die Feuerwehr und der Musikverein von guten Geschäften sprachen, war Renate Mayer von den Landfrauen sichtlich enttäuscht. Es seien deutlich weniger Dünne als im Vorjahr verkauft worden und nur die Sommer-Schorle lief gut.

Zur Dünne gibt's bei den Landfrauen noch ein Lächeln – im Bild Inge Hirt und Christa Strobel (rechts). Insgesamt waren die Landfrauen aber nicht ganz zufrieden.
Zur Dünne gibt's bei den Landfrauen noch ein Lächeln – im Bild Inge Hirt und Christa Strobel (rechts). Insgesamt waren die Landfrauen aber nicht ganz zufrieden.

Auch Olaf Faller vom FC fiel auf, dass das flüssige Angebot deutlich mehr Anklang fand als das Essen. Und die Betreiber der Buden in der Platzmitte bezeichneten die Dorffest-Ausgabe 2018 gar als "schleppend oder durchwachsen". Pessimisten halten das Dorffest-Konzept sogar für insgesamt fragwürdig. Oder lag es einfach an der Konkurrenz, wie dem Fischerfest in Marbach oder dem Stadtbächlefest in Hüfingen, was Gertrud Doser von der Damengymnastik vermutete.

Am Sonntag herrscht am Nachmittag reges Kommen und Gehen. Viele nutzen das warme und unerwartete trockene Wetter zum Flanieren über die Festmeile.
Am Sonntag herrscht am Nachmittag reges Kommen und Gehen. Viele nutzen das warme und unerwartete trockene Wetter zum Flanieren über die Festmeile.
Marlon Elsholz probiert das Glücksrad beim SÜDKURIER-Stand. Vater Martin schaut gespannt zu. Hinten ist Mitarbeiter Farid Popal mit einer jungen Kundin zu sehen.
Marlon Elsholz probiert das Glücksrad beim SÜDKURIER-Stand. Vater Martin schaut gespannt zu. Hinten ist Mitarbeiter Farid Popal mit einer jungen Kundin zu sehen.