"Pro Brigachtal" hat nun als erste Gruppierung der Gemeinde Brigachtal seine Kandidaten für die Gemeinderatswahlen 26. Mai nominiert. Sprecher Josef Vogt stellte die Bewerber um ein Gemeinderatsmandat bei der Nominierungs-Versammlung am Donnerstagabend im "Café im Dorf" im Einzelnen vor.

Wie breit aufgestellt sich Pro Brigachtal dabei präsentiert, zeigt die Kandidatenliste, die vom 22-jährigen Rechtspfleger bis zum über 70-jährigen Rentner reicht. Auch Vogt selbst, bereits seit 2009 Gemeinderat, stellt sich erneut zur Verfügung. Als seine Schwerpunkte nannte der 70-jährige Vogt die Notwendigkeit eines Gewerbegebiets, forderte aber gleichzeitig eine Ost-Abfahrt Richtung Bundesstraße. Vogt setzt sich zudem für das Vereinsleben im Ort und die kulturschaffenden Bewohner ein.

Ortsumfahrung gefordert

Auch Wolfgang Hauger, mit Jahrgang 1946 älteste Kandidat, macht sich für die Verkehrsentlastung stark und fordert eine Ortsumfahrung bereits ab "Klengen Süd", am besten gleich hinter Grüningen. Hauger gilt, ebenso wie Vogt, als Mitbegründer von Pro Brigachtal. Eine Kandidatin ist auch Heike Stöckmeyer. Die dreifache Mutter aus Klengen will sich ebenfalls für eine Ortsumfahrung einsetzen. Die Diplom-Verwaltungswirtin ist kommunalpolitisch sehr interessiert und auch in der Flüchtlingshilfe aktiv. In ihrem Wohnzimmer sei damals Pro Brigachtal quasi aus der Taufe gehoben worden, wie es hieß.

Angebote für Kinder

Ganz neu für den Gemeinderat hat sich Bettina Appel, 33 Jahre, aufstellen lassen. Die diplomierte Betriebswirtin ist derzeit als Englischlehrerin tätig. Timo Effinger, Rechtspfleger aus Kirchdorf, ist mit seinen 22 Jahren jüngster Kandidat. Er möchte sich für die Vereine einsetzen. Betriebswirt Benjamin Kunz, Jahrgang 1986, ist ein Familienmensch, wie er selbst sagt. Er wünscht sich deshalb mehr Angebote für Kinder, etwa bessere Spielplätze im Ort. Lars Mayer, Oberstudienrat aus Überauchen, ist zweifacher Familienvater und als Vize-Vorsitzender beim SV Überauchen im Ehrenamt tätig. Er möchte sich für junge Familien einsetzen. Philippe Gaubusseau, Betriebsleiter und gebürtiger Franzose, will ein wenig französischen Flair in den Rat einbringen, wie er selbst sagt. Außerdem möchte er auch jüngere Bürger an die Kommunalpolitik heranführen.

Niederlage gegen Tochter

Albrecht Sieber, Gas-Wasser-Heizungsbaumeister, Jahrgang 1964, unterlag vor fünf Jahren knapp seiner damals 18-jährigen Tochter Veronika. Sieber wünscht sich mehr Struktur in punkto Straßen und Verkehr. Frank Held, Lehrer, will mehr Verkehrsberuhigung im Ort. Hans-Jürgen Götz, Diplom-Ingeneur, lebt seit 1985 in Brigachtal. Er mahnte, bei der Entwicklung von Brigachtal auf das Wesentliche zu achten. Für die Zukunft sei für ihn die Digitalisierung ein wichtiges Thema. Joachim Schaaf, Finanzbeamter und Vater zweier erwachsener Kinder, würde gerne so manche Entscheidungen im Rat kritischer hinterfragen. Wolfgang Neininger, Diplom-Ingenieur, fordert Verkehrsentlastung insbesondere für die Hauptstraßen. Helmut Gerlach, Mathematiker und IT-Spezialist in Ruhestand, wünscht sich ein noch besseres Miteinander der Bürger in den drei Teilorten.

Rücktritt aus beruflichen Gründen

Nicht mehr kandidieren werden aus persönlichen oder beruflichen Gründen Veronika Sieber und Ferdinand Ritzmann. Den Wahlkampf will man ab sofort intensiv bewerben. So sollen demnächst Flyer aufgelegt werden, wo alle 14 Kandidaten abgebildet sind und näher vorgestellt werden.