"Landschaftspflege mit Messer und Gabel", dieses Motto haben sich die 24 Naturparkwirte im Hochschwarzwald gesetzt. Eine Idee, die bereits 2005 durch die Gründung der Naturparkwirte ins Leben gerufen wurde, doch heute noch genauso aktuell ist. Wichtig sei die Zusammenarbeit mit den regionalen Erzeugern, um somit nicht nur das Einkommen der Landwirte vor Ort zu sichern, sondern auch die Landschaftspflege zu unterstützen, die Transportweg zu minimieren und die Qualität der Erzeugnisse hoch zu halten, informiert Mitgründer Klaus-Günther Wiesler vor Journalisten. 24 der insgesamt 58 gastronomischen Betriebe im Hochschwarzwald haben sich diese Grundidee zu Eigen gemacht. Dies bedeutet, dass die Wirte sich verpflichten, für ihre Gerichte und Menüs vorwiegend frische Zutaten aus der Region zu verwenden. Ein Naturparkwirt bietet mindestens sechs Gerichte sowie ein Menü mit hauptsächlich aus dem südlichen Schwarzwald stammenden Produkten ganzjährig an.

Im Gegenzug können die Landwirte mit ihren Tieren die Offenhaltung der Wiesen und Weiden gewährleisten. Ohne diese Offenhaltung wäre die einmalige Schwarzwaldlandschaft dauerhaft gefährdet, so Thorsten Rudolph Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG). Jährlich werden die Naturparkwirte kontrolliert, was auch für die Lieferanten gilt.

"Wichtig ist dabei auch die Schwarzwälder Küche noch weiter zu etablieren, gleichzeitig aber auch unser Augenmerk auf die Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu legen", informiert der stellvertretende HTG-Geschäftsführer Volker Haselbacher. Zu den zehn Naturparkwirten mit dem zusätzlichen europäischen Energie-, Umwelt- und Qualitätslabel gehört auch das Gasthaus Linde in Löffingen.

Regionale Küche bedeutet im Hochschwarzwald auch Wildspezialitäten, die es in der Hubertuswoche nicht nur auf dem Teller zu genießen gibt, sondern auch bei einer Ausstellung, beim Genusswandern, Vortrag oder Exkursion. In diesem Jahr steht die Gams im Mittelpunkt. "Wer möchte, kann auch mit auf die Gamsjagd", so Haselbacher, wobei diese Aufforderung nur den Jägern im Hochschwarzwald gilt.

Danach geht es mit großen Schritten dem Advent entgegen und hier lockt der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht als Höhepunkt. "Wir haben sogar Anfragen aus Japan", informiert Volker Haselbacher.

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