Eine Veränderung stellt jeden vor eine Herausforderung. Dies sollte man auch bei den Schülern bedenken, die nach der Grundschule ihre Schule und Freunde verlassen, um in einer neuen Schule wieder eine Gemeinschaft zu gründen.

Durch Kooperationstreffen zwischen Grundschul- und Gymnasiallehrern sowie Angebote an die Schüler soll den Fünftklässlern der Übergang von der Grundschule zum Kreisgymnasium Hochschwarzwald in Titisee-Neustadt erleichtert werden. Wie kann ein guter Übertritt von der Grundschule auf das Gymnasium gestaltete werden? Diese Frage beschäftigen Lehrer aus den Grundschulen Löffingen, Friedenweiler-Rötenbach, Feldberg, Titisee-Neustadt und Breitnau, doch auch die Lehrkräfte des Kreisgymnasiums Hochschwarzwald. „Die weiterführenden Schulen stellen höhere Anforderungen an die Schüler. Sie müssen ihr vertrautes Umfeld verlassen, haben einen längeren Schulweg, müssen neue Freunde finden und höhere Schwierigkeiten meistern“, informiert Meike Bächle vom Kreisgymnasium. Ihre Kollegin Susanne Fuchs ergänzt: „Um diese Schwelle in die neue Schulzeit so niedrig wie möglich zu gestalten, legt das Kreisgymnasium besonderen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Grundschulen“. So gibt es ein regelmäßiges Kooperationstreffen und Angebote für die kommenden Fünftklässler. Diese beginnen mit einem Schnupperunterricht am Gymnasium. So können die Schüler sich selbst einen Eindruck darüber machen, was auf sie zukommt.

Doch auch wenn die Schüler eingeschult sind, geht diese Eingewöhnungsphase mit verschieden Aktionen weiter. Bei der Einschulung selbst lernen die Fünftklässler ihre Paten kennen, dies sind ältere Schüler, welche die Fünftklässler begleiten und bei Fragen zur Verfügung stehen.

Nach dieser ersten Eingewöhnungsphase gibt es eine informative Gesprächsrunde der Lehrkräfte. Dabei geht es um wesentliche Aspekte des Übertritts von der Grundschule zum Gymnasium. „Was wird am Gymnasium von den Schülern erwartet? Welche Inhalte, Arbeitsweisen und Methoden bringen sie aus der Grundschule bereits mit, welche Abläufe sind nicht gewohnt? Nur einige der Fragen, welche mit den Lehrkräften analysiert werden. Dabei berichten die Klassen- und Fachlehrer der drei neuen fünften Klassen über ihre Beobachtungen auch im Sozial- und Lernverhalten der Fünfer. Dieser regelmäßige Austausch zwischen den Grundschulen und dem Gymnasium zeigt sich als gewinnbringend für die Schulen und die Schüler gleichermaßen. Dabei hat sich gezeigt, dass sich ein Großteil der Kinder relativ schnell an die neuen Anforderungen, das höhere Unterrichtstempo sowie die größere Stofffülle an der weiterführenden Schule gewöhnt hat. Auch der Anschluss in den neuen Klassen ist für die meisten Schüler problemlos gelungen.

Nun stand eine weitere Aktion dieser Einfindung an. Beim Spielenachmittag gab es Gelegenheit sich auch mit älteren Schülern auszutauschen. Bei verschiedenen Spielen fanden die Schüler aus den unterschiedlichen Klassen ganz unkompliziert zueinander und erweiterten dadurch das bisherige persönliche Umfeld.

Kreisgymnasium

Derzeit besuchen 621 Schüler das Kreisgymnasium Hochschwarzwald in Titisee-Neustadt. Dabei sind die Mädchen mit 350, gegenüber den 271 Jungs klar in der Überzahl. Zum Tag der offenen Tür gemeinsam mit dem Osaterbasar lädt das Kreisgymnasium am Samstag, 3. März, ein. Hier präsentiert sich die Schule und Schüler und geben einen Einblick in den Schulalltag und die zahlreichen weiteren schulischen Möglichkeiten. (pb)