Mit einer neuen Geschäftsidee reagiert die Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) auf die sich abzeichnenden Personalengpässe in der Gastronomie. „Immer mehr Gastbetriebe können nur noch eingeschränkt Mahlzeiten anbieten, weil sie nur schwer oder gar kein Fachpersonal finden“, verdeutlichte Geschäftsführer Thorsten Rudolph vor Journalisten die Situation, wie sie momentan in den Tourismusregionen zu beobachten ist. Jetzt möchte die HTG zusammen mit der Bellini Gruppe aus Freiburg, die Franchais-Konzepte anbietet, eine Tochterfirma gründen, um nachhaltig Abhilfe zu schaffen. „Wir haben schon mit der Ferienwohnungs GmbH und den Kuckuckusnestern ein positives Ergebnis erwirtschaftet und die Ferienwohnungen besser vermarktet“, führte Rudolph die damals umstrittene Geschäftsidee als gelungenes Beispiel an.

Die Bellini Gruppe ist eine der größten, privat geführten Gastronomieketten in Freiburg und Umgebung und führt erfolgreich die Gastronomie im Badeparadies, in Schulküchen und anderen Betrieben in der Region. Vorgesehen ist, dass die HTG und die Bellini-Gruppe momentan jeweils als Franchisegeber zu 50 Prozent beteiligt sind. Später soll die HTG der alleinige Franchisegeber sein. Dabei liefert die HTG das Konzept und die Bellini Kette das Essen.

Der neuen Geschäftsidee und die damit verbundene Gründung einer Tochtergesellschaft, die in Zukunft in der Franchise-Gastronomie tätig sein möchte, hat der HTG-Aufsichtsrat bereits zugestimmt. „Allerdings müssen die 16 Zweckverbandsgemeinden den neuen Geschäftszweig genehmigen“, erklärte Rudolph das weitere Vorgehen. Die Idee sei, den Gastronomen ein Konzept an die Hand zu geben, mit dem sie ihren Betrieb auf einfache Weise betreiben und organisieren können. Auf den Restaurant-Tisch kommt nur regionale Küche, die im modernen Schwarzwalddesign im Franchisekonzept serviert wird. Als Beweggrund nannte Rudolph die sich abzeichnende schwierige werdende wirtschaftlich Situation und die immer größere Rolle, die der Tourismus auch als großer Wirtschaftsfaktor spiele, dem man mit Franchisekonzepten, nachkommen könne. Rudolph ist sich sicher, dass der Wechsel kommt, und dann die Arbeitskräfte aus der Industrie in den Dienstleistungsbereich abwandern. Das Franchisekonzept erlaube, dass auch Arbeitskräfte aus dem Ausland, die keine Ausbildung besitzen oder Studenten die einen Job suchen, eingestellt werden.

Bereits im Dezember geht die Firma Bellini mit dem Hotel „Coucou“, das am Bahnhof in Titisee neu erbaut wurde, mit dem ersten Restaurant „Kuckucksstube“ an den Start. Bei diesem Projekt sind die Franchisegeber gleichzeitig Franchisenehmer.