Die Gefahren des Internets sind unumstritten, Cyber-Mobbing nimmt bedauerlicherweise zu, Urheberrechte und Datenschutz haben eine neue Dimension bekommen, all dies und noch weitaus mehr ist das Metier der Schüler-Medien-Mentoren (Smepper), welche seit dem Schuljahr 2013/14 am Kreisgymnasium Hochschwarzwald installiert sind. Erst jüngst stellten sich weitere vier Schüler dieser medienpädagogischen Ausbildung vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. Ihr technisches Wissen über die Medienwelt und deren Gefahren können sie nun an ihre Mitschüler weitergeben.

Das Schüler-Medienmentoren-Programm ist Teil der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg und wird vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg im Auftrag des Kultusministeriums durchgeführt. "Ziel der Initiative ist es, die IT- und Medienkompetenz bei Kindern, Jugendlichen sowie deren Eltern an eigens dafür stattfindenden Elternabenden zu stärken", informiert Schulleiterin Jutta Brecht. In einem 40-stündigen Kurs haben die neuen Smepper technisches, gestalterisches und inhaltliches Knowhow in den Bereichen Print, Audio, Video, Robotik und Programmieren erlernt, Fotos bearbeitet, Flyer erstellt, Podcasts produziert, Trickfilme gedreht, Videos geschnitten, Präsentationen vorbereitet oder mit Scratch kleine Spiele programmiert. "Die vier Schüler werden nach der medienpädagogischen Ausbildung im Rahmen des Curriculums für Medienbildung präventiv im Unterricht eingesetzt, aber auch bei konkreten Problemen und Fragestellungen in Klassen zu Rate gezogen", so Brecht.

Begleitet wird dieses Mediatoren-Programm von Lehrerin Katharina Singler. Nun durften die neuen Smepper die von Kultusministerin Susanne Eisenmann unterzeichnete Zertifikate durch Schulleiterin Jutta Brecht in Empfang nehmen.

Im Beisein ihrer Smepper-Kollegen, der Eltern und der betreuenden Lehrkraft Katharina Singler lobte die Schulleiterin die Schüler-Medien-Mentoren für ihren ehrenamtlichen Einsatz an der Schule. Dieser bringe ihnen auch für die persönliche Entwicklung viel und die Schule sei dankbar und froh um dieses Angebot, das von Schülern für Schüler in der Begegnung auf Augenhöhe bestehe. Tagtäglich sind Jugendliche größeren medialen Gefahren ausgesetzt, deren Folgen sie häufig nicht kennen. Von anderen Schulen gebe es bereits die Anfrage, ob man die Smepper ausleihen könne, was für die Qualität des Angebots spreche, so Brecht.