Straßensanierungen haben im Hochschwarzwald derzeit Priorität, sind die Verkehrswege doch für die Stärkung des ländlichen Raums unumgänglich. Doch dies ist für den Bund und das Land auch eine kostspielige Angelegenheit, da die besondere Topographie der Region den Straßen auch ordentlich zusetzt.

  • Sanierte Kreisstraßen: Für ein leistungsfähiges Verkehrsnetz sorgen auch die beiden sanierten und ausgebauten Teilstücke der Kreisstraßen 4964 und 4965 zwischen der Bundesstraße 31 und Rudenberg sowie nach Friedenweiler, die jetzt in einem kleinen Festakt freigegeben wurde. Sie sind unverzichtbar für den überörtlichen Verkehr, der über die B 31 Richtung Neustadt/Freiburg oder Löffingen nach Friedenweiler oder Rudenberg fährt, um dann etwa nach Eisenbach in den Schwarzwald oder auch auf die Baar zu kommen, wie die Bürgermeister Armin Hinterseh (Titisee-Neustadt) und Josef Matt (Friedenweiler) aufzeigten. Doch man sollte nicht nur den Tourismus sehen, sondern auch die Industrie, welche mit großen Lastwagen angefahren werde, so Matt. Dies war auch ein Grund, weshalb die Kreisstraße auf sechs Meter Breite erweitert wurde. Als sehr guten Nebeneffekt der Entwässerung für Rudenberg sah Hinterseh die geschaffen Ausweichbuchten, was gerade im Winter von Vorteil sei. Von der der sanierten Kreisstraße profitiere auch die Land- und Forstwirtschaft.
  • Ohne Zuschuss finanziert: Obwohl für diese Straßensanierung kein Zuschussantrag gestellt wurde, hatte sich der Kreistag dafür entschieden, die Kosten von 2,3 Millionen Euro in die Hand zu nehmen, wie Landrätin Dorothea Störr-Ritter unterstrich. Armin Hinterseh hatte zu einer Kreisbereisung angeregt und bei der Besichtigung die Kollegen überzeugen können. „Auch wenn heute die Sonne scheint, erfordern die Sanierungen im Hochschwarzwald durch den Winter und die Topographie die Kreiskasse schon ordentlich“, so die Landrätin. Das Geld sei immer der wesentliche Faktor, so war die Sanierung dieser beiden Bauabschnitte eigentlich auch für 2018 geplant. Bei der Wahl des Querschnitte wurde berücksichtig, dass der Begegnungsverkehr noch auf der Fahrbahn stattfindet und das Befahren der Bankette weitgehend vermieden wird. Die Bankette wurden so angelegt, dass sie auch als seitlichen Sicherheitsraum und zur Schneelagerung im Winter genutzt werden können.
  • Aktuelle Baumaßnahmen: Drei Referate sind im Regierungspräsidium Freiburg für die Straßenbaumaßnahmen in der Region zuständig. Derzeit realisiert werden die Tank- und Rastanlage an der Bundesstraße 31 bei Rötenbach (Straßenbau Nord), die Ortsumfahrung Behla und der vierspurige Ausbau der B 27 zwischen Donaueschingen und Hüfingen (Straßenbau Ost) und der Ausbau der neuen B 33 zwischen Allensbach und Konstanz als für die Region größten Baumaßnahmen. Während die Tank- und Rastanlage Ende des Monats in Betrieb gehen soll, wird es bei den anderen Maßnahmen noch etwas dauern.