In der Musik- und Kulturszene ist die Jugendmusikschule Hochschwarzwald nicht mehr wegzudenken. Sie ist Zentrum der Musik mit einem breitgefächerten Angebot für alle Generationen. "Erfolgreich und arbeitsreich war das Jubiläumsjahr, das mit zahlreichen musikalischen Höhepunkten gespickt war", sagte Vorsitzender Klaus-Michael Tatsch in der Hauptversammlung am Mittwochabend.

  • Ehrungen: Nicht nur bei den Konzerten ist das Talent der Musikschüler zu erleben, sondern auch bei den Wettbewerben. Die derzeitige Vorzeigschülerin ist Lisa Schreiber aus Löffingen. Die Abiturientin des Kreisgymnasiums Hochschwarzwald hat mit ihrem Saxophon nicht nur den ersten Preis im Regional- und Landeswettbewerb gewonnen, sie fährt nun über Pfingsten zum Bundeswettbewerb nach Lübeck. Außerdem hat sie die Aufnahmeprüfung für das Konservatorium Amsterdam bestanden. Beim Bundesbezirkswettbewerb Akkordeon wurden Adine Daubner, Anja Schmitt, Carina Barsch (Löffingen), Pirmin Waldvogel, Kaija Babler, Lotte Weise ausgezeichnet. In der Hauptversammlung der Jugendmusikschule wurden die jungen Talente eigens für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet.
  • Verabschiedung: 40 Jahre gehörte Dieter Schniepper, der bekannte Tanz- und Unterhaltungsmusiker, zum Lehrkörper der Jugendmusikschule. Anfangs unterrichtete der Inhaber eines Musikhauses Heimorgel, später Akkordeon, Melodica und Keyboard. Das Blockflötenmetier, von der Sopran- bis Bassflöte, war 25 Jahre das Ausbildungsgebiet von Sylvia Adam. Sie hat die Schüler zu Kammermusik und Ensembles geführt, zwei Spielbände für Kinder geschrieben und sich selbst als Cellistin und Sängerin einen Namen gemacht. Beide Lehrer wurden nun verabschiedet.
    Nach 25 Jahren wird Sylvia Adam und nach 40 Jahren Dieter Schniepper die Jugendmusikschule Hochschwarzwald als Lehrkräfte verlassen.
    Nach 25 Jahren wird Sylvia Adam und nach 40 Jahren Dieter Schniepper die Jugendmusikschule Hochschwarzwald als Lehrkräfte verlassen.
  • Mitglieder: Mit knapp 1000 Schülern, nimmt man allerdings die Belegungszahlen, sind es 1958 Schüler und 40 Lehrkräfte, ist die Jugendmusikschule ein größeres Unternehmen mit dem Ziel, für alle Generationen ein breitgefächertes Musikangebot zu bieten. "Dabei muss man bei der Elementaren Musikpädagogik (EMP) derzeit sogar Wartelisten einrichten", informierte der musikalische Leiter Götz Ertle. Auch die Nachfrage nach Instrumentalunterricht für Kinder ab sechs Jahren sei sehr groß, allerdings dürfe man nicht zu früh beginnen. Im leichten Rückgang ist dagegen der Instrumentalunterricht.
  • Mitgliedsgemeinden: Alle neun Gemeinden des Hochschwarzwalds sind Mitglieder der Jugendmusikschule und tragen durch ihre finanzielle Unterstützung zum Gelingen des kulturellen Beitrags in der Region bei. Mit 51 Unterrichtsstätten geht die Jugendmusikschule in die Gemeinden. Seit Jahren stellt Breitnau (prozentual auf die Einwohner gesehen) mit 3,9 Prozent die meisten Schüler, rein von der Anzahl ist es Titisee-Neustadt mit rund 43 Prozent der Schülerzahlen.
  • Angebot: Das Angebot der Jugendmusikschule ist groß und beginnt im Musikgarten, geht über die Hauptfächer, zu den Ensembles, bis hin zu Musik mit Menschen mit Behinderung. Das neuste Angebot ist der Ukulele-Unterricht. Bundesweit hat das Da Capo-Projekt „Musik von Anfang an“ Schlagzeilen gemacht.
  • Finanzen: Der Finanzstatus, von Geschäftsführer Walter Disch vorgelegt, ist gut und so konnten 10 884 Euro den Rücklagen zugeführt werden.

Kooperationen

Das 40-jährige Bestehen der Jugendmusikschule Hochschwarzwald war ein imposantes Schaufenster der Musikförderung und Begabung. Träger sind die neun Mitgliedsgemeinden, der Blasmusikverband Hochschwarzwald , die Musikvereine, die Akkordeonvereine Neustadt und Löffingen, die Chöre Löffingen, Seppenhofen, Neustadt und der Cäcilenverein Löffingen, sowie zahlreiche Einzelmitglieder. Die Kooperationen reichen von den Kindergärten, über Schulen, bis hin zu den Vereinen. (pb)