Als echter Publikumsrenner etabliert, hat sich das Hochschwarzwälder Kleinkunstfestival im Alten Pfarrhof in Breitnau, dessen elfte Auflage vom 13. bis 21. September über die Bühne geht.

Am bewährten Grundkonzept hält der Kabarettist und Schauspieler Martin Wangler, bei dem die künstlerische Leitung und die Organisation des Festivals liegen, auch in diesem Jahr fest: Das Programm bestreiten Künstler, die in der Region leben oder aus ihr stammen. Neben etablierten Kleinkunst-Größen erhalten auch Nachwuchs-Akteure die Chance, sich vor größerem Publikum zu präsentieren. Schauplatz des Kleinkunstfestivals ist wieder der Alte Pfarrhof in Breitnau mit seinem urigen Ambiente.

Von Groß bis Klein

Zum Festival-Auftakt stellt der Künstler Sebastian Wehrle am Freitag, 13. September, 19 Uhr, sein neues „Q-Projekt“ vor. Anders als bei seinen berühmten Trachtenporträts, stehen dieses Mal nicht menschliche Models im Vordergrund, sondern Kühe mit Blumenschmuck. Im Anschluss an die Vernissage bringt das Comedy-Duo „Bure zum Alange“ seinen Kampf um bäuerliche Werte und das Leben als Schwarzwälder Landwirte mit einem Schuss Selbstironie auf die Bühne.

Das Comedy-Duo „Bure zum Alange“ erzählt auf humorvolle Weise vom Leben als Schwarzwälder Landwirt.
Das Comedy-Duo „Bure zum Alange“ erzählt auf humorvolle Weise vom Leben als Schwarzwälder Landwirt. | Bild: Bure zum Alange

Tags darauf, am Samstag, 14. September, 20 Uhr, steigt der „Mund-Art-Gipfel“ mit „Jeannot & Christian – d‘Kanschtbrüeder“. Dieser Abend vereint fünf Mundart-Künstler, deren Ausdrucksmittel das Spiel mit den Sprach- und Tonmelodien des Alemannischen ist. Sie zeigen, wie lebendig der Dialekt ist.

Für Stimmung sorgen am Sonntag, 15. September, ab 20 Uhr, die Alemannenrocker von „Luddi“, die ihr neues Album „ReTour de France“ im Gepäck haben.

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Mystisch geht es am Dienstag, 17. September, 19.30 Uhr, bei der Sagenwanderung weiter, wenn szenisch erzählte Sagen und Märchen einen Einblick in das Hochschwarzwälder Brauchtum gewähren. Startpunkt für die vier Kilometer lange Runde, geführt von der Breitnauer Bauernbühne, ist der Alte Pfarrhof.

Profis gegen Hobbytalente

Als Talentschuppen im besten Sinne und einer der Höhepunkte des Festivals hat sich die „Offene Bühne“ etabliert: Am Mittwoch, 18. September, ab 20 Uhr, stehen Profi- und Hobbytalente aus der Region im Rampenlicht und beweisen ihr Können im Kabarett, als Musiker oder beim Poetry-Slam.

Fantasievolle Unterhaltung verspricht das Kindertheater „Die Schneefrau“ von Peter W. Hermanns am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. September, jeweils ab 10.15 Uhr. Salonkabarett für Neoromantiker in Wort und Lied präsentiert Martin Herrmann am Freitag, 20. September, 20 Uhr, mit „Keine Frau sucht Bauer“. Dabei kümmert er sich um den Zeitgeist zwischen Stadt und Land.

Unter dem Motto „Keine Frau sucht Bauer“ spielt Martin Herrmann am Freitag, 20. September, um 20 Uhr mit den Unterschieden zwischen Stadt und Land – in Wort und Lied.
Unter dem Motto „Keine Frau sucht Bauer“ spielt Martin Herrmann am Freitag, 20. September, um 20 Uhr mit den Unterschieden zwischen Stadt und Land – in Wort und Lied. | Bild: Martin Herrmann

Den Schlusspunkt des Festivals markiert am Samstag, 21. September, 20 Uhr, „Jenseits von Bollenhut und Kuckucksuhr“ – ein beschwingter Abend mit Geschichten über Tüftler, Pioniere und Originale aus dem Schwarzwald aus dem gleichnamigen Buch von Gabriele Hennicke. Für Unterhaltung sorgt unter anderem Kabarettist Martin Wangler, die Band „Hot Club de Stampf“ für den musikalischen Boden.