Auf vollen Touren laufen die Cego-Schwarzwaldmeisterschaften: 144 Starter kämpften in Rötenbach um Punkte für die 17. Auflage des beliebten Wettbewerbs mit dem alten Kartenspiel, das in den letzten Jahren eine wahre Rennaisance erlebte. Beim vierten Wettbewerb in Rötenbach war Emil Hepting aus Hochemmingen das Glück mit 1120 Punkten hold und er konnte das Preisgeld von 150 Euro in Empfang nehmen. Allerdings musste das Los über den ersten Platz entscheiden, denn Emil Hofmeier aus St. Märgen hatte dieselbe Punktzahl, er erhielt den Geschenkkorb des Dorfladens. Der Verlierer des Tages mit 890 Minuspunkten, Georg Baumer aus Simonswald, erhielt den obligatorischen Wurstsalat. Die Runde in Rötenbach konnte ein erneut gesteigertes Teilnehmerfeld verbuchen: 2016 waren hier noch 136 Cego-Spieler dabei.

  • Teilnehmer: Insgesamt stehen 200 Teilnehmer auf der Liste der Cego Schwarzwaldmeisterschaften, die im November in Hofsgrund begannen und Ende März in Freiburg beendet werden. Mit 144 Teilnehmern liegt Rötenbach derzeit an der Spitze, 100 Spieler kamen zum Start, 112 kämpfen in Mundelfingen. Immer mehr Frauen erobern das Preis-Cego. Während früher die Damen dem beliebten Schwarzwaldkartenspiel meist nur in der Familie und unter Freunden frönten, wagten sich in Rötenbach immerhin 22 Frauen unter die Cego spielende Männerwelt.
  • Rangfolge: Sieger Emil Hepting mit liegt auf der Gesamtsiegerliste auf Rang vier (1670 Punkte). Auf Gesamtplatz eins steht derzeit Emil Hofmeier aus St.
    Märgen (2180 Punkte). Er konnte sich über den Dorfladen-Geschenkkorb freuen. Der Dritte in Rötenbach, Bertram Merz aus Mundelfingen, kam auf 740 Punkte, er erhielt 50 Euro, in der Gesamtergebnisliste belegt er Platz 14. Die beste Dame in Rötenbach war Sabine Blattmann aus Zarten mit 360 Punkten, sie kam auf Rang 26, sie ist auf der derzeitigen Gesamtliste auf Rang sieben platziert. Die zweitbeste Dame (Platz 33) in Rötenbach war Susanne Höfler aus Bad Dürrheim. Der Titelverteidiger Alfred Löffler aus St. Märgen konnte in Rötenbach lediglich auf dem 52. Platz landen.
  • Einzugsgebiet: Die Beliebtheit der Schwarzwälder Cego-Meisterschaften zeigt sich mit dem Blick auf die Teilnehmerliste. Die Spieler kommen vom gesamten Hochschwarzwald, von der Baar, dem Bodenseeraum bis weit nach Bad Krozingen, Münstertal und selbst aus Badenweiler und dem Kreis Freudenstadt reisen Spieler an.
  • Veranstalter: Die Ideengeber dieser Cego-Schwarzwaldmeisterschaften kommen ursprünglich aus Pfaffenweiler. Die Veranstalter dieser Schwarzwaldmeisterschaften sind Rolf Erbert aus Unterbränd, er kam mit 370 Punkten auf Rang 23, Albrecht Ganter, Franz Andris, Heinrich Hilzinger, Lothar Neugart, Wolfgang Fürderer und Gerda Lorenz. Traditionell hatte der TuS Rötenbach, mit David Fehrenbach und Stefan Wissler, die Organisation in Rötenbach inne. Die Spieler durften sich auch über 70 Sachpreise freuen, zumal 20 Sponsoren gefunden wurden.
  • Geschichte: Die wissenschaftliche Erklärung des Cego-Spiels geht von einer Vermischung der beiden unterschiedlichen Kartenspiele Tarock und L`Hombre aus. Auf jeden Fall erfreut sich dieses Kartenspiel immer größerer Beliebtheit und auch die Jugend hat das Cego für sich entdeckt. Verbreitet ist das Cego (auch Zego oder Ceco) hauptsächlich in Baden, vom Schwarzwald bis zum Bodensee.

Nächste Runden

Cego ist ein bekanntes Kartenspiel, welches als südbadisches Kulturgut angesehen werden kann. Das Spiel hat sehr viele unterschiedliche Regelvarianten. Für die Schwarzwaldmeisterschaften wurden einheitliche Cego-Regeln geschaffen. Bereits am kommenden Samstag, 13. Januar, geht die Runde in St. Märgen um 19 Uhr im Sportheim weiter. Es folgt am 21. Januar Donaueschingen und am 28. Januar Allmendshofen. (pb)